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Erich Kästner-Gesamtschule Bünde
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Verbraucherschule

 

Im Jahr 2016 wurde unsere Schule erstmals als „Verbraucherschule Gold“ ausgezeichnet.

 

In den verschiedensten Bereichen des Schullebens finden sich die Handlungsfelder der Verbraucherbildung, Ernährung und Gesundheit, Nachhaltiger Konsum, Finanzen und Verbraucherrecht sowie Medienkompetenzen wieder. Von Jahrgang 5 bis Jahrgang 10 werden Inhalte der Verbraucherbildung zu den einzelnen Handlungsfeldern in Form spezifischer Unterrichtvorhaben der Fächer Hauswirtschaft, Gesellschaftslehre, Mathematik und Biologie ausgewiesen und realisiert. Zusätzlich finden in den Projektwochen spezielle Klassen-, Jahrgangs- bzw. Stufenprojekte statt, die sich mit Themen der Verbraucherbildung beschäftigen. So ist zum Beispiel der Tag der Herzgesundheit im Jahrgang Q1 in der Woche der Herzgesundheit im September zum festen Bestandteil des Schuljahres geworden, ebenso wie sich der Gesundheitstag für den Q1 Jahrgang fest etabliert hat. Hier besteht bereits seit dem Jahre 2013 eine Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Grautoff vom Klinikum Herford. Ebenso gestaltet ein Dozententeam aus fünf Fachleuten zu verschiedenen Themen (z.B. Yoga, Tai Chi, Kommunikationstraining, Poi und Klangschalenmassage, Emotionale Fitness oder Qi Gong) den Gesundheitstag.

Darüber hinaus finden in den verschiedenen Jahrgängen Präventionsmaßnahmen zum Thema Alkohol und Drogen, Essstörungen, Seelische Gesundheit, Partnerschaft und Sexualität statt, die in Zusammenarbeit mit der Diakonie, der IKK, der AOK Nordwest, der BKK und dem Bildungsbüro des Kreises Herford durchgeführt werden.

 

Die Beschäftigung mit Inhalten der Verbraucherbildung im Unterricht einerseits und in der kompakten projektierenden Arbeit andererseits macht es möglich Schülerinnen und Schülern ihre Rolle als Verbraucher bewusst zu machen. Dadurch wird eine kritische und reflektierte Auseinandersetzung mit dem Alltagsverhalten als Konsument möglich. Das eröffnet für den einzelnen Schüler die Möglichkeit überlegte Entscheidungen zu treffen und das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen.

Dies konnten Schüler zum Beispiel im Rahmen des WPI NW-Unterrichts in Jahrgang 9 erfahren. Im Unterrichtsvorhaben ökologischer Landbau konnten konventionell produzierende Betriebe der Region mit Bioland-Betrieben verglichen werden. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Bedrohung der Biodiversität durch Pestizide und Düngung mündete in ein Insektenschutzprojekt, das nun bereits im 2. Jahr läuft. Hier haben sich die Schüler zum Ziel gesetzt langfristig dafür zu sorgen, dass die Bodenflächen des Schulgeländes nicht weiter verdichtet und künftig zu Blühflächen umgewandelt werden. Dazu wurde mit Herrn Diebrock vom Nabu über geeignete Saatmischungen gesprochen. Anschließend entstanden im Unterricht ca. 250 „Samenbomben“ gebaut, die auf den „Brachflächen“ der Schule ausgebracht wurden.

 

 

Ein Anfang ist mit verschiedenen kleinen Flächen gemacht und zusätzlich wurden PET-Flaschen zu einem Vertikalgarten recycelt. Künftig soll dieses Projekt ausgeweitet werden und eine AG gebildet werden, die in enger Zusammenarbeit mit der Schulgarten-AG dieses Projekt weiterentwickelt. Im vergangenen Schuljahr ist daraus im Jahrgang 10 die Teilnahme an einem Wettbewerb entstanden, bei dem die Schüler einen informativen Instagram-Blog zum Thema Bienen- und Insektenschutz gestaltet haben.

 

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medien ist wichtiger denn je und das Thema Sicherheit und Persönlichkeitsschutz spielt eine immer größere Rolle. Als Ansprechpartner hat die Schule eine Gruppe „Medienscouts“, die entsprechend geschult wurden und ihre Mitschüler nun beraten und bei Problemen und Fragen jederzeit zur Verfügung stehen.

 

Im Unterricht Arbeitslehre-Hauswirtschaft stehen die Wertschätzung von Lebensmitteln und der sachgerechte Umgang damit im Fokus.

So beschäftigt sich der 7. Jahrgang zum Beispiel mit der „tollen Kartoffelknolle“, prüft Verwendungsmöglichkeiten und stellt in kleinen Tests Geschmacksvergleiche, z.B. an Muffins an. Von großer Bedeutung sind die Lebensmittelkennzeichnungen, für Verbraucher auf den Verpackungen oft nicht einfach zu finden und zu deuten.

 

 

Verantwortungsvolles Wirtschaften findet aber nicht nur im wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln statt, sondern auch im Hinblick auf die eigenen Konsumwünsche in Verbindung mit den finanziellen Möglichkeiten der Schüler.

Geld werden in regelmäßiger Abfolge Projekttage zum Thema Finanzen und verantwortungsvolles Wirtschaften duchgeführt. Zum Beispiel der Projekttag „Jung im Plus“. Vertreter der Sparkasse Herford und eine Dozentin des Sozialdienst Katholischer Frauen beleuchten dazu in Planspielen die Problematik des Kaufens auf Kredit, wie Kosten kalkuliert und mit dem verfügbaren Budget in Einklang gebracht werden, damit die Schüler der Gefahr entgehen in die „Schuldenfalle“ zu geraten. Schüler sind als Konsumenten immer wieder Verlockungen ausgesetzt und durch Werbung mit Kaufanreizen konfrontiert. Sei es für eine neues Handy, ein Paar Kopfhörer oder „coole Klamotten“. Dershalb werden die Bedürfnisse genauso wie die Notwendigkeit bestimmter Anschaffungen geprüft. Im Abgleich zu den eigen finanziellen Möglichkeiten werden Prioriäten für die Anschaffung von Konsumgütern ermittelt. Dadurch lernen die Schüler die Verwaltung der eigenen moniätren Mittel mit Augenmaß, veranwortungsvoll und nachhaltig zu gestalten. Lohnabrechnungen und Ausgabenbücher (Haushaltsbücher) sind Teil des planvollen Umgangs mit Geld.

 

Dies wird im Sinne des Themas „Gute Kleidung – Schlechte Kleidung“ im naturwissenschaftlichen Unterricht des Jahrgangs 10 aufgegriffen, in dem es darum geht den Kleidungskonsum kritisch zu betrachten. Über die Bestandsaufnahme der eigenen Kleidungsstücke und die Häufigkeit der Neuanschaffung von Kleidung wird die Produktion in den Blick genommen. Fairer Handel und CO2-Fußabdruck werden thematisiert und diskutiert. Die „Fast Fashion“ mit den schnellen Trend- und Kollektionswechseln innerhalb eines Jahres werden kritisch beleuchtet. Auf der Suche nach dem Ausstieg aus dem „Konsumismus“ rückt Recycling und Upcycling von Kleidung in den Mittelpunkt des Unterrichts und wird praktisch umgesetzt. Aus der Frage „Wie kann man alte Kleidung sinnvoll nutzen“, entstehen praktische Ideen, die im Unterricht umgesetz werden. Alte T-Shirts werden mit einer speziellen Falttechnik ansprechend gefärbt und so wieder tragbar oder zu Einkaufsbeuteln umfunktioniert. Mit Hilfe von Bienenwachs lassen sich Stoffstücke aus Resten imprägnieren und können als Butterbrotverpackung einer neuen Bestimmung zugeführt werden.

 

 

Selbstverständlich ist das Themas Fairer Handel im Schulalltag von Bedeutung. Nicht nur die Schulshirts mit dem Schullogo sind Fair Trade, der Papiershop der Schule hat sich diesem Thema ganz besonders verschrieben. Hier werden faire und ökologisch produzierte Produkte verkauft. Es konnten sich auch in diesem Jahr wieder die Schüler der neuen 5. Klassen über die „Rundum-Sorglos-Tüte“ freuen. Außerdem sorgen die Schüler vom Papiershop mit dem Verkauf der fairen Schokolade für die Unterstützung der Aktion „Plant for Planet“. Am Standort Kirchlengern werden die Handlungsfelder der Verbraucherbildung aktiv im Rahmen der Schulimkerei, der Ruheoase „Blühender Schulgarten“ und zum Beispiel beim Apfelprojekt mit dem Saftmobil ebenso umgesetzt, wie im Schulladen und dem Cafeteria-Team.

 

Einige Beispiele, die zeigen, dass eine breite Basis, die alle Belange der Verbraucherbildung umfasst, dafür Sorge tragen soll, dass Schüler in die Lage versetzt werden, ihr tägliches Leben bewusst zu gestalten und für sich eine gesunde Lebensführung zu erreichen. Die Schüler werden sollen so besser in die Lage versetzt werden, in einem immer komplexer werdenden gesellschaftlichen Umwelt mit vielfältigen ökonomischen Beziehungen und Herausforderungen bewusst und orientiert ihre Rolle als Verbraucher kritisch, selbstbewusst, mündig und verantwortungsvoll wahrzunehmen.

 

Fortbildungen der Lehrkräfte in verschiedenen Bereichen, zum Beispiel zu Themen der Gesundheit, der Finanz- oder Medienkompetenz sorgen dafür, dass neue Impulse und aktuelles Wissen in den Unterricht einfließen. Ergänzend dazu ist auch das besondere elterliche Engagement (Peer-Eltern) anzuführen, dass die pädagogische Arbeit der Schule zusätzlich bereichert und unterstützt.

 

Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen wie viele Unterrichtsinhalte mit den vier Handlungsfeldern Finanzen, Nachhaltigkeit, Ernährung und Gesundheit und Medien der Verbraucherbildung in den verschiedenen Unterichtsvorhaben der Fächer verknüpft sind.

 

 

(Ansprechpartnerin für die Themen Verbraucherbildung und Gesundheit an unserer Schule ist Frau Gießelmann.)

 

Unterrichtsvorhaben und Projekte
Hier finden Sie eine Übersicht über die einzelnen Unterrichtsvorhaben und Projekte in den unterschiedlichen Jahrgängen.
Matrix Unterrichtsvorhaben und Projekte [...]
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