Jahrgang 6 - 10

Arbeitslehre Naturwissenschaften Darstellen und Gestalten Fremdsprache Französisch

Der Wahlpflichtbereich I ist die erste Gelegenheit, ein Fach / einen Lernbereich entsprechend den eigenen Neigungen, Interessen und Fähigkeiten zu wählen. Die Wahl findet am Ende des 6. Schuljahres statt. Die Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2005/2006 die 5. Klasse besuchen, belegen den Wahlpflichtbereich bereits ab Klasse 6. Die Schüler und Eltern erhalten vorab eine Broschüre, die ausführlich über den Wahlpflichtbereich I informiert. Außerdem findet ein Elternabend zu diesem Thema statt, auf dem die Fächer ausführlich vorgestellt werden. Hier kann ein wichtiger Schwerpunkt für die weitere Schullaufbahn gesetzt werden.

Der Unterricht in diesem Bereich ist verpflichtend, allerdings wird aus einem Angebot von vier Fächern bzw. Lernbereichen eine Wahl getroffen.

Die Fächer des WP I - Bereiches sind:

Arbeitslehre Dieser Bereich besteht aus den Fächern Technik, Hauswirtschaft und Wirtschaftslehre.
Naturwissenschaften Dieser Bereich besteht aus den Fächern Biologie, Chemie und Physik.
Darstellen und Gestalten Dieser Bereich umfasst Kunst, Musik, Sprache, Tanz und Theater.
Fremdsprache Hier wird an unserer Schule das Fach Französisch angeboten.

Welche Rolle spielt der Wahlpflichtbereich I ?

Wie die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik ist das WPI-Fach ein Hauptfach, und es werden dort schriftliche Arbeiten geschrieben. Für die 2. Fremdsprache sind 3, für die Bereiche Arbeitslehre und Naturwissenschaften 2-3 Arbeiten pro Halbjahr vorgesehen. In den Fächern „Darstellen und Gestalten" und „Arbeitslehre" sind auch praktische Leistungsnachweise zu erbringen.
Die Abschlussnote im Wahlpflichtbereich I spielt eine wichtige Rolle bei der Vergabe der Schulabschlüsse nach Klasse 10 (Hauptschulabschluss, Fachoberschulreife, Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe). Die Note „mangelhaft" kann den Hauptschulabschluss gefährden. Für die Fachoberschulreife muss WPI mindestens mit der Note „ausreichend" und für die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe mindestens mit der Note „befriedigend" abgeschlossen werden.

Wichtig: Wer das Abitur machen möchte, muss im Laufe der Schulzeit neben Englisch noch eine 2. Fremdsprache erlernen. Man kann mit der 2. Fremdsprache im 7. Schuljahr (ab 2006 im 6. Schuljahr) beginnen. Wenn die Interessen und Fähigkeiten zu diesem Zeitpunkt aber eher in anderen Bereichen liegen und daher lieber ein anderes Fach gewählt wird, kann die 2. Fremdsprache auch noch mit Beginn des 9. (ab dem Schuljahr 2008/2009 ab dem 8. Schuljahr) (Spanisch) oder 11. Jahrgangs (Spanisch) belegt werden.

| zurück |

Die Lernbereiche

Arbeitslehre

Der Lernbereich Arbeitslehre behandelt Bereiche des täglichen Lebens und berücksichtigt besonders die Familien- und Erwerbsarbeit sowie die Arbeit im gesellschaftlichen und sozialen Bereich. Schwerpunkte des Unterrichts sind das Lernen durch eigenes praktisches Tun. Es werden natürlich auch theoretische Inhalte erarbeitet und Kursrbeiten geschrieben.

Um dieses breite Spektrum abdecken zu können, beinhaltet der Bereich Arbeitslehre die Fächer Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft. In den Klassen 7 und 8 wird jede Woche 1 Stunde Wirtschaft unterrichtet. Dazu kommen 2 weitere Wochenstunden entweder Technik oder Hauswirtschaft. Diese beiden Teilbereiche wechseln nach jeweils einem halben, spätestens aber nach einem Jahr. In Klasse 9/10 können sich die Schüler und Schülerinnen für einen der beiden Schwerpunkte Technik-Wirtschaft bzw. Hauswirtschaft-Wirtschaft entscheiden.

| zurück |

Inhalte des Teilbereichs Technik

Im 7. Jahrgang wird in der Regel mit einem Lehrgang „Technisches Zeichnen" begonnen, damit die Schülerinnen und Schüler die praktischen Arbeiten richtig planen und anderen mitteilen können. Im Mittelpunkt steht dann die handwerkliche Be- und Verarbeitung von Kunststoffen. So zum Beispiel das Schneiden von Styroporplatten für Möbelmodelle, das Warmformen von Plexiglas zu Gebrauchsartikeln wie Kleiderhaken und Zuckerzangen oder das Tiefziehen von Polystyrolplatten zu Trinkbechern oder Spielzeug. Natürlich wird auch der Hintergrund der Werkstoffe untersucht: Was sind Kunststoffe? Woraus werden sie gemacht? Erzeugen sie Müllprobleme?
Die industrielle Anwendung und die verschiedenen Berufe werden durch Betriebsbesichtigungen erfahrbar gemacht.

In den Jahrgängen 8 bis 10 werden die Themen Metallverarbeitung, Elektrotechnik und Steuer- und Regeltechnik behandelt. Hier können die Schüler und Schülerinnen beim Bau von Elektromotoren oder Fahrzeugmodellen handwerkliche Grundfertigkeiten erlernen und bei der Konstruktion von elektrischen Schaltungen und Reglern Grundkenntnisse in diesem Bereich erwerben.

| zurück |

Inhalte des Teilbereichs Wirtschaft

Wie im Wirtschaftslehreunterricht der 6. Klasse wird hier überlegt, geplant, gerechnet, gezeichnet, diskutiert, aufgeschrieben oder vorgetragen. Es werden Karten gezeichnet, Schaubilder ausgewertet, Texte gelesen und Statistiken ausgewertet. Dies geschieht in der Regel immer in Verbindung mit verschiedenen Betriebsbesichtigungen (Bauernhof, Bergwerk, Industrie- und Handwerksbetrieb, Geldinstitut o.Ä.). Ziel ist es hierbei auch, die Schülerinnen und Schüler umfassend über Berufe zu informieren und sie in die Lage zu versetzen, wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu durchschauen.
Im 7. Jahrgang wird hierzu beispielsweise der Weg vom Rohstoff zum Fertigprodukt verfolgt. Weitere Themen sind z.B. die Formen der Rohstoffgewinnung und ihre Auswirkungen auf die Umwelt und auch die Landwirtschaft und ihre Bedeutung.

In den Jahrgängen 8 bis 10 geht es u.a. um die Standortwahl eines Betriebes, private und öffentliche Dienstleistungen (z.B. Banken, Post, Versicherungen), Güterproduktion in Industrie und Handwerk und den Einfluss von Verbänden (z.B. Gewerkschaften) auf das Wirtschaftsleben, Wirtschaftssysteme und die Wirtschaftspolitik.

| zurück |

Inhalte des Teilbereichs Hauswirtschaft

In Hauswirtschaft lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Kochen und Backen und kleine Küchentricks. Sie befassen sich auch mit Wohnungs- und Wäschepflege und lernen, mit Maschinen umzugehen, die die tägliche Arbeit erleichtern. Sie informieren sich über Kücheneinrichtungen, über Vorratshaltung, den sparsamen Umgang mit Energie und über den verantwortungsvollen Gebrauch von Chemikalien und Putzmitteln.
Im 7. Jahrgang werden so, neben dem Ausprobieren und Erstellen von Grundrezepten, auch Energie und Nährstoffgehalte der Lebensmittel untersucht sowie die Grundlagen vernünftiger und gesunder Ernährung.

In den Jahrgängen 8 bis 10 geht es dann auch um rationelles Arbeiten, Wirtschaften mit Haushaltsgeld und Energie, Hygiene und Gesundheitsvorsorge, die Untersuchung von Fertigprodukten und Kantinenessen, aber auch um die Organisation und Durchführung von Festen.

| zurück |

Naturwissenschaften

Der Lernbereich Naturwissenschaften umfasst die Fächer Biologie, Chemie und Physik. Bei einer ausreichenden Anzahl von Schülerinnen und Schülern kann man sich ab dem 8. Jahrgang auf einen der Bereiche Biologie/Chemie oder Physik/Chemie spezialisieren.
Die modernen Naturwissenschaften und ihre Forschungsergebnisse sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. So werden mit immer größerem Tempo neue Erkenntnisse erzielt und Möglichkeiten geschaffen, wie der Mensch auf seine Umwelt einwirken kann. Um sich an den Diskussionen zum Schutz der Umwelt (Tierschutz, Waldsterben, Gewässerschutz, Klimaschutz, Energieversorgung usw.) sachgerecht beteiligen zu können, braucht man jedoch das notwendige Wissen um Sachverhalte und Zusammenhänge.
Im 7. Jahrgang können ungewöhnliche Fortbewegungsarten aus physikalischer und biologischer Sicht erforscht werden. Wie funktioniert ein U-Boot.? Warum fliegt ein Vogel oder kriecht eine Schlange. Eine Rakete drückt sich nicht mit dem Feuerstrahl von der Erde ab, aber wie fliegt sie dann? Weitere Themen könnten sein: ein naturwissenschaftliches Labor, der Wald als Wirtschaftsfaktor, Natur- und Technikwerkstatt oder das Färben mit Pflanzen. Weiterhin geht es beispielsweise um Fragen wie: Was haben Marienkäfer mit Umweltschutz zu tun? Warum fliegt ein Flugzeug? Was ist Gentechnologie? Sind Kernkraftwerke wirklich gefährlich?
In den Jahrgängen 9 und 10 können zum Beispiel Themen behandelt werden wie Bionik, Transistoren und ihre Anwendung, Duftstoffe oder Ökosysteme.

| zurück |

Darstellen und Gestalten

Das Fach Darstellen und Gestalten richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die kreativ begabt sind und diese Fähigkeit mit Hilfe musik-, bild-, körper- und wortsprachlicher Arbeitsweisen zum Ausdruck bringen können und wollen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiten dabei gemeinsam an längeren Projekten, deren Ergebnisse dann der Schulöffentlichkeit (evtl. auch außerschulisch) vorgestellt werden (z.B. im Forum oder auf der Kleinkunstbühne, in Fachräumen, auf den Fluren oder auf dem Schulhof).
Pro Halbjahr wird ein großes Projekt durchgeführt. Zum Beispiel werden Geschichten ohne Sprache „erzählt“: mit Hilfe von Maske, Pantomime oder Bewegung, mit lebenden Bildern oder musikalischen Elementen. Oder es wird ein selbstentwickeltes Theaterstück aufgeführt. Dazu gehört nicht nur das Erfinden, Einüben und Spielen der Rollen, sondern auch das Entwerfen und Bauen der Bühnenbilder und Requisiten und der Umgang mit Ton- und Lichttechnik. Es könnte auch ein Spielfilm oder Dokumentarfilm entstehen. Hierzu muss ein Drehbuch verfasst werden; die Filmrollen müssen entwickelt, eingeübt und gespielt werden. Und natürlich gehört auch der Umgang mit Kamera- und Filmbearbeitungstechniken dazu.
Ein weiterer Inhalt des Faches Darstellen und Gestalten ist der Bereich Musik und Tanz, der in Form von Tanz-Theater, Schwarzlicht-Theater oder einem kleinen Musical dargestellt werden kann.
Natürlich gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten, die Unterrichtsergebnisse zu präsentieren: Lesungen, Vorträge, Hörspiele, kleine Bühnenrevuen, ein Sprechgesang, Kombinationen aus Bildern und Musik, Lieder, Ausstellungen oder Fotosequenzen.
In den Schuljahren 7 und 8 stehen hierfür im Fach „Darstellen und Gestalten“ jeweils 4 Wochenstunden, in den Jahrgängen 9 und 10 drei Stunden zur Verfügung. Neben den im Stundenplan festgelegten Zeiten können zusätzlich weitere Stunden nötig werden (Theaterbesuch, Work-shop, Aufführungen).

| zurück |

Fremdsprache Französisch

Oberstes Ziel des vierjährigen Kurses ist, soweit grundlegende Kenntnisse der Sprache zu erwerben, dass man sich auf Französisch verständigen kann.
Im Anfangsunterricht beginnt man mit Themen aus dem direkten Umfeld der Schülerinnen und Schüler (Familie, Freundeskreis, Wohnort, Schule, Freizeitbeschäftigungen etc.) und greift Situationen auf, denen man als Reisender in ein französischsprachiges Land immer wieder begegnet (z.B. Einkaufen, Telefonieren, Restaurantbesuch, Zimmerbestellung). Neben dem reinen Spracherwerb lernt man somit auch die Kultur, die Geographie und die Geschichte des Landes kennen und erfährt auch viel über die Lebensgewohnheiten der Menschen, die dort leben.
Französisch wird in Klasse 7 und 8 mit vier Stunden, in Klasse 9 und 10 mit drei 3 Stunden pro Woche unterrichtet.

| zurück |

© Erich Kästner-Gesamtschule (Peter Gärner)