|
Die Schülerzahlen wachsen kontinuierlich. Im Februar werden die Anmeldungen für den zweiten Jahrgang der Bünder Gesamtschule entgegengenommen .Räumliche Engpässe, die über Jahre die Entwicklung der Schule begleiten sollten, zeichnen sich ab: Die nachfolgenden Jahrgänge werden in den Gebäuden der auslaufenden Hauptschule Bünde-Nord untergebracht; bis 1995 müssen auch zwei Klassen in der benachbarten Realschule Nord einquartiert werden.
|
Die Gemeinde Kirchlengern und die Stadt Bünde gründen den „Gesamtschulverband Bünde/Kirchlengern“. Der Verband mit Sitz in Bünde wird nunmehr Schulträger der zu einer gemeinsamen Schule zusammengeführten Gesamtschulen in Bünde und in Kirchlengern. Die zukünftige gymnasiale Oberstufe soll am Schulstandort Bünde eingerichtet werden. Bündes Stadtdirektor Gerhard Thees und Gemeindedirektor Werner Helmke übernehmen die Aufgaben des Verbandsvorstehers und des stellv. Verbandsvorstehers. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt 1999 amtiert Alfred Skowronek als Leiter der Verbandsversammlung. Zum Leiter der „neuen“ Schule mit ihren zwei Standorten wird Eberhard Baecker ernannt; stellv. Schulleiter wird Friedhelmeck Heckemeyer. Mit Beginn des Schuljahres 1991/92 besuchen 630 Schülerinnen und Schüler die Schule. Dem Kollegium gehören zu diesem Zeitpunkt 42 Lehrerinnen und Lehrer an.
|
|
|
Schulkonferenz und Verbandsversammlung folgen dem Vorschlag der Schulversammlung zum künftigen Namen der Schule und bestätigen: Erich Kästner-Gesamtschule wird die Schule fortan heißen.
|
|
Gesamtschulverband und Stadt Bünde treffen eine wichtige Entscheidung für die weitere Entwicklung der Schule: Ein Schulneubau wird beschlossen und ein Architektenwettbewerb ausgelobt: Die Detmolder Architekten Niederleig und Fröscher werden die neue Schule bauen; veranschlagte Gesamtkosten: DM 28.750.000.
|
|
|
Am 2. November findet die Grundsteinlegung des Neu- und Erweiterungsbaus statt. Schülerinnen und Schüler, ebenso die Lehrerinnen und Lehrer, müssen in der insgesamt zweijährigen Bauphase außerordentliche baubedingte Einschränkungen erfahren.„Unterricht auf der Baustelle“: Mit einem großen Maß an Geduld und Verständnis meistern die Beteiligten diese schwierige Situation.
|
|
Schulentlassung! Nach sechsjähriger Schulzeit entlässt die Erich Kästner-Gesamtschule an ihren beiden Standorten ihren ersten Jahrgang. Und das Besondere: Je nach persönlichem Leistungsstand ihrer Schüler vergibt die Gesamtschule drei Schulabschlüsse: Den Sekundarabschluss I, die Fachoberschulreife und die Fachoberschulreife mit Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Die gymnasiale Oberstufe: 48 Schülerinnen und Schüler des Gründungsjahrgangs aus Bünde und Kirchlengern besuchen mit Beginn des Schuljahres 1995/96 die Jahrgangsstufe 11. Ihr Ziel: Das Abitur!
|
|
|
Der Neu- und Erweiterungsbau ist nunmehr vollendet. Die Schule richtet vom 21. bis 26. Oktober eine Festwoche aus und veranstaltet eine Einweihungsfeier mit viel Prominenz. Eltern und Lehrer gründen den Mensa- und Cafeteriaverein. Mit großem persönlichen Engagement entwickeln die „Cafeteriamütter der ersten Stunde“ einen beispiellosen Cafeteriabetrieb. Karl Heinz Kütemeier wird zum Geschäftsführer des Vereins gewählt.
|
|
Die ersten Abiturprüfungen finden statt. Mit der Entlassungsfeier in der Schule in Bünde und dem „Abi-Ball“ am Schulstandort Kirchlengern wird der Erfolg des ersten Abitur-Jahrgangs gebührend gefeiert. Der Aufbau der Schule ist nach neun Jahren abgeschlossen. Der erfolgreiche Mensa- und Cafeteriaverein übernimmt mit Beginn des neuen Schuljahres die Mensa der Schule und ist jetzt auch verantwortlich für die Mittagsverpflegung.
|
|
|
1999 - Die Erich Kästner-Gesamtschule feiert ihr zehnjähriges Schuljubiläum. Im Jubiläumsjahr werden am Schulstandort in Bünde 907 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, in Kirchlengern sind es 548. Mit insgesamt 1455 Schülerinnen und Schülern und 112 Lehrerinnen und Lehrern an beiden Standorten ist die Erich Kästner-Gesamtschule die größte Gesamtschule im Kreis Herford.
|
|
Die jährlich im Januar mit großer Resonanz ausgerichteten „Tage der offenen Tür“ führen auch zu erfreulich hohen Anmeldezahlen. Die Schule bildet im dritten Jahr eine Mehrklasse im Jahrgang 5.
|
|
|
Mit der Schulprogrammarbeit, die beide Schulorte in Bünde und Kirchlengern einschließt, werden die Ziele der Schule verbindlich gefasst und Entwicklungsperspektiven aufgezeigt.
Um der sich abzeichnenden Raumnot der Schule zu begegnen, lässt der Schulträger vier Räume im Kellergeschoss des Traktes C ausbauen und für die schulische Nutzung herrichten.
|
Nach über einjähriger Diskussion wird für den Schulort Bünde mit der Klassenneubildung ab 9.1 die Einführung sog. „Profilklassen“ vom MSWF genehmigt und von der Schulkonferenz beschlossen.
Der innerschulische Diskurs in Bünde wird engagiert für die Teilnahme am Vorhaben „Selbstständige Schule“ geführt und von der Lehrerkonferenz in Bünde mit Mehrheit positiv abgeschlossen.
Im Sommer des Jahres findet erstmalig ein „Darstellen und Gestalten-Festival“ aller Schulen, die das Fach „DG“ eingeführt haben, im Forum statt; anerkannt engagiert ausgerichtet von der Fachgruppe Darstellen und Gestalten.
Im November richtet die Schule in Kooperation mit den v. Bodelschwingh`schen Anstalten in Bethel die in der Region vielbeachtete Ausstellung „bethel. menschlich“ zum Zusammenleben der Menschen aus.
|
|
|
Die Schülerzahlen in Bünde steigen: Durchgängig wird die Schule in der Sekundarstufe I jetzt mit einer Mehrklasse, also fünfzügig, geführt und erreicht ihren höchsten Schülerstand: 880 Schülerinnen und Schüler. Ebenso erfreulich sind die Zuwachsraten in der Oberstufe. Im Schuljahr 2003/2004 besuchen 1056 Schülerinnen und Schüler die Erich Kästner-Gesamtschule in Bünde!
|
Am 12. März des Jahres erstattet die Ministerin, Frau Ute Schäfer, der Schule in Bünde einen ‚Schulbesuch’ ab. Nach einer Informationsrunde zu den pädagogischen Schwerpunkten der Schule nimmt das Kollegium an einer Plenumsveranstaltung mit der Ministerin teil. Von besonderem Interesse sind die Bereiche Erziehungsauftrag der Schule, Lernstandserhebungen, teilzentrale Abschlussprüfungen nach Klasse 10 und Abitur nach 12 Jahren.
In der ersten Jahreshälfte fällt im Bünder Rathaus eine wichtige Entscheidung für die Gesamtschule. Mit großer Mehrheit wird der Bau einer Sporthalle beschlossen. Nach der Planung, an der von der ersten Stunde an Lehrer der Schule beteiligt sind, soll im Frühjahr 2005 mit dem Bau der Halle begonnen werden.
|
|
|
Am 15. Februar tritt das neue Schulgesetz in Kraft. Auch der diesjährige 9. Jahrgang nimmt mit Erfolg an den Lernstandserhebungen teil. Die Vorbereitung auf das erste Zentralabitur 2006 beginnt mit der Teilnahme der Stufe 12 an den sog. „Probeklausuren“. Nach intensiver schulischer Vorbereitung und bemerkenswerter Unterstützung von Seiten des Schulträgers nimmt das neue schulische Konzept „Gemeinsamer Unterricht“ Konturen an. 18 Regelschüler und 6 Förderschüler lernen mit Beginn des neuen Schuljahres in einer Klasse, unterrichtet von zwei Lehrern/innen im Team. Das Jahr endet mit einem Paukenschlag. Am 14. Dezember spricht der Hauptausschuss des Rates der Stadt Bünde sich gegen den Sporthallenbau im Schulzentrum Nord aus und löst damit eine Welle der Empörung in den Gremien der Schule aus.
|
|
Die Überzeugungsarbeit für den Bau einer Sporthalle wird fortgesetzt. Die Schulpfleg-schaft mit ihrer Vorsitzenden Karin Erdbrügger, die Schulleitung und Lehrer des Fach-bereichs Sport führen die Diskussion mit prominenten Vertretern der Fraktionen im Rat der Stadt Bünde fort. Der WDR wird auf das Thema aufmerksam und schickt ein Team in die Schule, das vor Ort recherchiert und Stellungnahmen der Beteiligten einfängt.
|
|
|
Endlich ist es soweit: In Nordrhein-Westfalen wird das erste Zentralabitur durchgeführt – ohne Probleme für den diesjährigen Abiturjahrgang. Erstmalig unterziehen sich auch die 144 Schülerinnen und Schüler der Stufe 10 einem neuen zentralen Abschluss-verfahren und legen in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik eine zentral gestellte schriftliche Prüfung ab.
Mit Beginn des Schuljahres übernimmt Antje Stuke nach dem Wechsel von Karl-Heinz Kütemeier zur Verbundschule Hille die didaktische Leitung der Schule.
Ebenfalls mit Schuljahresbeginn bietet der Mensa- und Cafeteria-Verein auch für Schülerinnen und Schüler des benachbarten Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums ein Mittagessen an, das jeweils am Montag und am Dienstag wahrgenommen wird.
Im November wird Einweihung gefeiert: In der Mitte des großen Schulhofes ist unter Mithilfe des Fördervereins und einer Lehrer-Arbeitsgruppe ein Klettergerüst für die jüngeren Schülerinnen und Schüler entstanden, das nun fleißig „bespielt“ wird.
Im November findet eine zweitägige Lehrerfortbildung in der Landesturnschule in Melle statt. Das Kollegium setzt sich in zahlreichen Vorträgen und Workshops mit dem Thema „Individuelle Förderung“ auseinander. Unter der Überschrift „Melle und die Folgen“ wird ein Schulentwicklungsprozess angestoßen, der auch noch in den Folgejahren andauern wird.
Und wieder endet das Jahr mit einem Paukenschlag: Auf der Grundlage neuer Bewertungen spricht sich der Schulausschuss des Rates der Stadt Bünde einstimmig für den Bau einer Dreifach-Sporthalle aus.
|
„Das Wir-Gefühlstärken!“ Unter diesem Motte werden Schul-Shirts eingeführt. Innerhalb weniger Wochen werden für über 10.000,- € die marine blauen T-Shirts, Polo-Shirts und Kapuzen-Shirts mit dem aufgestickten Schullogo verkauft und beherrschen seitdem das Bild in den Klassenräumen, auf den Fluren, den Schulhöfen – und in der Stadt.
Im Mai steigt das zweite Zentralabitur, verbunden mit landesweiten Klagen über die zentral gestellten Mathematikaufgaben. Nur nicht an unserer Schule. Die Abiturientinnen und Abiturienten des Leistungskurses Mathematik können triumphieren: Entgegen dem Landestrend liegen sie mit ihren Ergebnissen über den Abitur-Vornoten! Gratulation!
Kopfnoten! Nach dem Schulgesetz erteilen die Schulen sechs Noten für das Arbeits- und Sozialverhalten. Die Lehrerkonferenz beschließt in dieser Situation ein „dialogisches Verfahren“: Die Schüler nehmen eine Selbsteinschätzung vor, die anschließend mit ihrem Klassenlehrer erörtert wird. So entsteht – bei allen fachlichen Bedenken- eine pädagogisch vertretbare Lösung.
Im Februar erlebt die Schule einen Anmeldeboom. Fast 200 Grundschülerinnen und Grundschüler wünschen einen Lernplatz an der Erich Kästner-Gesamtschule in Bünde. Nach intensiven Diskussionen in der Schulleitung und Gesprächen mit dem Schulträger werden zum Schuljahr 2008/2009 sechs Eingangsklassen gebildet.
In diesem Jahr findet der erste Schüleraustausch mit dem Collège Jean Moulin in Barlin bei Lille statt. Die Französichlehrerinnen Sabine Stichmann und Sylvia Bitter begründen eine Partnerschaft, die auch von den französischen Partnern sehr gefördert wird.
Die Jahrgangstufe 12 unternimmt eine Studienfahrt nach Ägypten und erlebt eindrucksvolle Tage zwischen Taucherfahrungen im Roten Meer und Luxor. Eine wohl in ganz Deutschland einmalige Studienerfahrung, die unser Oberstufenleiter Bernd Fiedler mit seinen Kolleginnen und Kollegen den Oberstufenschülerinnen und –schülern der Stufe 12 hier ermöglicht. Zum Ende des Schuljahres wird der Schule – nach erfolgreichem Audit – das Gütesiegel „Individuelle Förderung“ zuerkannt und soll in der Folgezeit Ansporn für die Weiterarbeit in diesem wichtigen Gebiet der Unterrichtsentwicklung werden.
|
|
|
Im Mai begrüßt die Schule Besuch aus Barlin. M. Christian Latour, Schulleiter des Collège Jean Moulin, und M. Dagbert, Bürgermeister der Stadt Barlin, sind Gäste der Bürgermeisterin und unserer Schule. Neben einem Empfang im Rathaus werden interessante Gespräche geführt und gemeinsame Projekte erörtert. Ein „Abend mit Musik“ zu Ehren der franzö-sischen Gäste rundet das Besuchsprogramm ab. Am 6. und 7. Juni finden in Bünde „Tage der Seenotrettung“ statt, hervorragend geplant von der örtlichen Marinekameradschaft. Über 40 Schülerinnen und Schüler betätigen sich als einsatzfreudige Unterstützer und sammeln immerhin 2.406,41 € für die DGzRS. Im Oktober folgt als Dankeschön ein Besuch der Seenotzentrale in Bremen. Ebenfalls im Juni verabreden Schulleitung und Schulaufsicht erstmalig nach der Qualitätsanalyse im Dezember des Vorjahres wichtige Ziele für die Weiterarbeit in der Schule. Mit den Schwerpunkten Team- und Unterrichtsentwicklung wird die fachliche „Marschrichtung“ für die weitere innerschulische Arbeit festgelegt. Die Sporthalle wird gebaut! Schon seit Monaten arbeiten die Fachleute der KBB an den Bauplänen. Wenige Tage vor den Sommerferien erfolgt der erste Spatenstich in Gegenwart der Bürgermeisterin. Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitglieder des Rates sind bei diesem wichtigen symbolischen Akt zugegen. Die Freude ist groß! Die Schule ist mittlerweise Test-Center für den Erwerb des „Europäischen Computerführer-scheins“ (ECDL) und bereitet interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 auf die Prüfungen vor. Im September und Dezember nehmen zum wiederholten Male Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9, 10 und 11 an internationalen Begegnungen teil. Im September reist eine Abordnung der Schule nach Dobele in Lettland; im Dezember findet eine internationale Begegnung mit Schülerinnen und Schülern aus Finnland, Polen, Italien und Frankreich – mit Schülerinnen und Schülern unserer Schule in Vlotho statt.
Friedhelm Heckemeyer
Bünde, im April 2010
|