Fahrrad-Check sorgt für Sicherheit

Vor der gemeinsamen Tour lassen Schüler der Erich-Kästner-Gesamtschule ihre Zweiräder prüfen

Prüfender Blick: Zweiradmechaniker Magomed Ataev geht mit viel Fachkompetenz zu Werke. Schließlich sollen die Fahrrader der Erich-Kästner-Gesamtschüler sicher sein. FOTO: FELIX EISELE

VON FELIX EISELE
Bünde. Mit prüfendem Blick hebt Magomed Ataev ein Fahrrad am Sattel an, setzt den hinteren Reifen mit Schwung in Bewegung und zieht ruckartig die Bremse. „Die muss neu eingestellt werden“, diagnostiziert er. Der Mitarbeiter von Fahrraddoktor Lukas muss ganz genau hinsehen. Schließlich warten an der Erich-Kästner-Gesamtschule nicht weniger als 24 Zweiräder auf einen Rundum-Check.
Nichts soll schief gehen, wenn die Klasse 8e heute gemeinsam zur Klassenfahrt nach Oerlinghausen aufbricht. „Wir haben uns entschlossen, dieses Mal mit dem Fahrrad zu fahren“, sagt Lehrerin Kathrin Militzer, „da muss die Verkehrstüchtigkeit natürlich gegeben sein.“ Um die Sicherheit der Schüler auf der knapp 45 Kilometer langen Reise zu gewährleisten, wurden deshalb alle Drahtesel schon vorab auf Herz und Nieren geprüft.
Bremsen, Reifendruck, Reflektoren und Ketten standen auf der Check-Liste von „Lukas, dem Fahrraddoktor“, dessen Mitarbeiter Magomed Ataev die Kontrolle auf dem Schulgelände vornahm. „Insgesamt fällt das Fazit positiv aus“, zeigte sich der Zweiradmechaniker zufrieden, „es sind nur einige kleinere Reparaturen vorzunehmen.“
Das hörte auch Jörg Hölscher gern. Dem Bezirksbeamten der Polizei in Ennigloh war allerdings noch ein weiteres Detail wichtig. „Ohne Fahrradhelm geht gar nichts“, mahnte er die Schüler zum Tragen eines Kopfschutzes, fügte aber mit einem Augenzwinkern hinzu: „Das Wichtigste für die Radtour ist gute Stimmung.“
Und die sollte bei dem dreitägigen Ausflug durchaus aufkommen. Schließlich wird nicht nur in die Pedale getreten, am Donnerstag stehen weitere Aktivitäten im Kletterpark an. „Ganz schön sportliches Programm“, fasste Lehrer Kai Mundhenke zusammen, „aber gerade in dem Alter ist das ja begrüßenswert.“
Natürlich kamen auch die Fahrräder der Lehrer nicht ungeschoren davon. Nach einer kurzen Überprüfung konnte Magomed Ataev aber Entwarnung geben: „Alles in Ordnung.“

Sicher auf zwei Rädern

Laut Jörg Hölscher ist ein fehlender Kopfschutz die häufigste Ursache für Verletzungen mit dem Fahrrad. „Der Kopf ist bei Stürzen als Erstes am Boden und darüber hinaus sehr empfindlich“, so Hölscher. Auch verschiedene Studien belegen, dass das Tragen von Fahrradhelmen die Kopfverletzungen um bis zu 88 Prozent reduziert und auch die Todesrate bei Fahrradunfällen deutlich senkt.
Neben dem Tragen von Helmen sind laut Hölscher gut justierte Bremsen und eine funktionierende Fahrradbeleuchtung für die Sicherheit unabdingbar.
© Erich Kästner-Gesamtschule (Peter Gärner)