Marine und Schüler sitzen gemeinsam in einem Boot
EKG: Siebtklässler engagieren sich für Schiffsbrüchige
Unterstützung für Schiffsbrüchige: Der Rettungsring des Seenotkreuzers "Nis Randers" ist ein Symboll für das Engagement der Schüler an der Erich-Kästner-Gesamtschule.
Von Christina Ueckermann
(Text und Foto)
Bünde (BZ). Dass eine Schule aus mehr besteht als Mathe, Deutsch und Englisch beweisen die Siebtklässler der Erich-Kästner-Gesamtschule. Mit dem Projekt »Klasse Seenotretter« engagieren sie sich ein Jahr lang für die Rettung Schiffbrüchiger.
Bernd Festerling ist Lehrer an der Gesamtschule. Schon seit seiner Kindheit beschäftigt er sich mit der Seenotrettung. Er stellte den Kontakt zur Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) her. Dieser führt das Projekt »Klasse Seenotretter« durch, in dem Schüler die Arbeitsweise der DGzRS kennenlernen und sie mit verschiedenen Aktionen unterstützen. Schon jetzt haben die Schüler viele Ideen, wie sie die DGzRS unterstützen können. »Wir werden eine Ausstellung in der Schule eröffnen und Fanartikel wie zum Beispiel Postkarten verkaufen«, sagt Bernd Festerling. Auch auf dem Schulfest, das im Mai stattfindet, werden die Schüler ihre Ausstellung präsentieren.
Ein besonderer Vorschlag kam von Jan Becker von der Marinekameradschaft Bünde. Mit einem Marinekutter möchte er gemeinsam mit den Schülern an Hafenfesten auf der Weser teilnehmen und die Ausstellung präsentieren. Die Marinekameradschaft und die Gesamtschüler kennen sich bereits von dem Tag der Seenotrettung im vergangenen Jahr, an dem die Schüler Spenden sammelten.
Thorsten Neumann von der DGzRS verdeutlichte die Wichtigkeit der Gesellschaft auch im Binnenland. »Im vergangenen Jahr hatten wir etwa 2000 Einsätze. Betroffen waren zur Hälfte Freizeitsportler sowie Menschen aus der Berufsschifffahrt.« So mussten beispielsweise Urlauber oder kranke Inselbewohner in Krankenhäuser auf dem Festland gebracht werden. »Durch die Globalisierung wird die Schifffahrt immer wichtiger«, sagt Neumann. 90 Prozent der ausländischen Produkte würden mit Schiffen geliefert.