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20-jähriges Bestehen der Erich Kästner-Gesamtschule groß gefeiert
Bünde (hst). Vor 20 Jahren verwirklichten die Stadt Bünde und Nachbargemeinde Kirchlengern gemeinsam ein Schulkonzept, das für Lernen von- und miteinander unter einem Dach, genauer unter zwei Dächern, stehen sollte. Vor vollem Haus wurde in der Aula des Standortes Ennigloh nun der zweite runde Geburtstag gefeiert.
„Diese Schule ist wie ein Kuchen“, verbildlichte Kirchlengerns Bürgermeister Rüdiger Meier das Erfolgsrezept der Erich Kästner- Gesamtschule. Wichtige Zutaten lieferten beide Standorte mit acht Eingangsjahrgängen, denen später auch der Weg zum Abitur ermöglicht wird. „Schüler und Lehrer schaffen den Rahmen für hervorragende Arbeit und Impulse für die Zukunft“, fand auch Bündes Bürgermeister Wolfgang Koch. „So richtig gut wird der Kuchen aber erst durch die Rosinen“, wusste der Beigeordnete Günther Berg. Und meinte die Freizeitangebote, Hausaufgabenbetreuung und weitere Angebote, die das Konzept der Gesamtschule zu stetigem Erfolg verhalfen.
Dass vor allem die musische Erziehung an der „EKG“ nicht zu kurz kommt, wurde am bunten Rahmenprogramm deutlich. Multi-Kulti ging es los mit Begrüßungen auf acht Sprachen, die einen Eindruck von der ethnischen Vielfalt an der EKG vermittelten. Es folgten musikalische und schauspielerische Darbietungen junger Interpreten unter dem Motto des Abends: „Vielfalt, die verbindet“. Konstantin Arens aus der 6f machte zum Einstieg per Trompetensolo Lust auf mehr.
Zehntklässler Vincenzo Sarno verzauberte mit voller Stimme bei „Forse un Angelo“ („Vielleicht ein Engel“). Und weil auch eine Delegation von der Partnerschule aus Balin zur Feier angereist war, durften französische Klänge auf dem Akkordeon – vorgetragen von Inke Adam – nicht fehlen. Immer wieder wurden Zitate Kästners zu Gehör gebracht. „Jeder ist mitverantwortlich für das, was geschieht“, wusste der bekannte Autor. Dass diese Weisheit stets auch für die Entwicklung der EKG galt, erläuterte Schulleiter Eberhard Baecker. Die Anfangsbuchstaben der Wörter im Schulnamen hätten eine zweite Bedeutung: „Erziehung fördern, Kompetenzen vermitteln und Gemeinschaft leben“, so Baecker. Die Vermittlung sozialer Werte, individuelle Förderung, aber auch „gemeinsames Feiern und nach Regeln Streiten“ ergaben bisher ein rundes Konzept.
„Nun packen wir's an für die nächsten 20 Jahre“, sagte Baecker, bevor der Abend mit weiteren kunstvollen Darbietungen seinen Ausklang fand. Aber nur bis zum nächsten Nachmittag. Da standen ein schaurig schönes Vampirfestival und Lesungen in verschiedenen Sprachen auf dem Programm. Abends hatten ehemalige Abiturienten im Forum des Kirchlengerner Standorts Erinnerungen an ihre Schulzeit auszutauschen.