Ein Rückblick
Skiprojekt im Schulleben der Erich Kästner Gesamtschule feste Größe
Am Sonntag dem 24. Januar 2010 starteten 74 Schüler aus den Jahrgangsstufen 10 bis 13 der Gesamtschule Bünde zusammen mit ihren Lehrern in Richtung Feldkirch/Österreich zum alljährlichen Wintersportprojekt. Bei den Schülern ist das Projekt, das im Schulprogramm mittlerweile fest etabliert ist, längst ein Geheimtipp. Zu einem unglaublich günstigen Preis können Schülerinnen und Schüler in der Projektwoche das Skifahren lernen. Die Schüler werden in kleinen Gruppen von ihren Sport-/Skilehrern unterrichtet und wechseln entsprechend ihres Lernfortschritts in Gruppen mit höherem Anspruchsniveau, so dass jeder für sich den optimalen Erfolg erzielen kann. Neben der sportlichen Betreuung kommt aber in Feldkirch das Leibliche Wohl auch nicht zu kurz. Quartier wird nach bewährter Art im Centralhotel Löwen, einem 4-Sterne-Hotel, bezogen. Mit großem Frühstücks- und Abendbuffet und einem Lunchpaket für die Mittagspause sind die Schüler für die Anstrengungen des Tages gut gerüstet.
Nachdem am frühen Sonntagmorgen der Bus mit reichlich Equipment (Snow-Blades, Skiern, Brillen und Helmen) und Gepäck beladen war, machte man sich auf die Reise. Am Sonntagabend wurde zunächst der Skiverleih Milanovich in Klösterle angesteuert. Dort erhielten alle Schüler ihre Skier und der Skikeller konnte bezogen werden. Anschließend ging es dann weiter nach Feldkirch ins Hotel. Das Gepäck wurde schnell auf den Zimmern deponiert und dann stärkten sich alle nach der langen Fahrt mit einem üppigen Abendessen.
Die Lehrer hatten nach den Vorerfahrungen und dem Könnensstand bereits die entsprechenden Lerngruppen gebildet und so konnte am Montag das individuelle Skitraining in den Kleingruppen im Skigebiet Sonnenkopf/Vorarlberg starten. Es gab 5 Anfängergruppen, mehrere differenzierte Fortgeschrittenengruppen, sowie eine „Spezialistengruppe“. Die Anfänger wurden nach dem Programm „Bremse-Kurve-Los“, mit Bewegungsgeschichten und Spielschwüngen unterrichtet. Die fortgeschrittenen Skifahrer absolvierten viele differenzierte Übungsformen und mussten sich variablen Geländeanforderungen stellen. So konnten sie ihre Wintersporterfahrungen erweitern und ihren Könnensstand deutlich verbessern.
Der erste Skitag war eher trüb und die Sichtverhältnisse stellten schon erhöhte Anforderungen an die Konzentration der Skischüler. Mit Ausnahme des Mittwochs, an dem 40 cm Neuschnee gefallen waren und die Anfahrt zum Skigebiet aufgrund der Straßenverhältnisse sehr verzögert wurde, hatte die Gruppe Glück und konnte Skitage und Alpenpanorama mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und besten Schneeverhältnissen genießen. Bei solchem Kaiserwetter fuhren sich die Carver-Schwünge fast wie von selbst. Am Abend eines jeden Skitages wurde der Lernfortschritt der Schüler vom begleitenden Lehrerteam ausgewertet und die Gruppenzuordnungen daraufhin verändert. Der jeweilige Lernzuwachs der Schüler wurde durch das Aufsteigen in eine höhere Könnensstufe sofort belohnt. Dokumentiert wurde das fahrerische Können durch Sebastian Zublewitz, der als Schüler der Jahrgangsstufe 13 schon zu den „alten Hasen“ des Projektes gehört. Er hat mit seiner Helmkamera die Lerngruppen an verschiedenen Tagen begleitet und die Fortschritte mit der Videokamera festgehalten. Neben der Möglichkeit einer späteren sportlichen Analyse soll daraus auch ein kleiner Projektfilm entstehen. Am Ende hatten es alle Anfänger geschafft die blauen Pisten zu bezwingen. Der krönende Abschluss war ein echtes „Après-Ski“ Highlight in der Kelo-Bar. Hier spielte am letzten Abend das Duo „Hilander“ neben echtem „Alpenrock“ auch Pop, Neue Deutsche Welle und Rock`n Roll. Die Stimmung in der Hütte war, wie die Österreicher sagen „brutal gut“. Die Schüler sangen und tanzten; selbst den Lehrern gingen die Beats bis in die Füße. Ein rundum gelungener Abschluss eines aus vielerlei Sicht überaus erfolgreichen Skiprojektes. Neben neuen Erfahrungen im Bereich Wintersport, regelmäßiger sportlicher Belastung, erholsamen Pausen, viel frischer Luft und gesunder Ernährung, rundeten Spaß und Freude in der Gruppe das Programm ab. So kann nachhaltiges und dauerhaftes Lernen mit allen Sinnen auch aussehen. Am frühen Samstagmorgen war die Gruppe wohlbehalten in Bünde zurück. Allen war die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Es freuen sich schon jetzt verbunden mit einem herzlichen Dank an die beiden Organisatoren Herr Bölke und Herr Keller viele wieder auf das Projekt 2011.