Aus: NW vom 16.06.08

Die Abschlussbesten 2008

die Abschlussbesten 2008
Applaus für die Jahrgangsbesten: Auf dem diesem Foto sind die wegen herausragender Leistungen geehrten Schülerinnen und Schüler zu sehen; v.l.n.r.: Franziska Müller (10i) und Jan-Henrik Tiemann (10i) erreichten den besten Notendurchschnitt ihres Jahrgangs mit der Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk für den Besuch der Oberstufe; Madeleine von Bargen (10h) und Torben Bischoff (10e) erhielten die Fachoberschulreife mit hervorragenden Zensuren; Manuel Melzer (10h) und Larissa Steinkamp erreichten den besten Hauptschulabschluss nach Klasse 10. Als Zeichen der Anerkennung bekamen sie vom Abteilungsleiter Michael Hafner ein Erinnerungsgeschenk überreicht.
zurück

 

 

Aus: NW vom 16.06.08

Abschluss 2008

Abschluss 2008

Bünde (G-H) Endlich geschafft: Insgesamt 141 Absolventen der Erich Kästner-Gesamtschule in Bünde nahmen am vergangenen Wochenende freudestrahlend ihre Abschlusszeugnisse nach Klasse 10 in Empfang. 64 Schülerinnen und Schüler erreichten den Hauptschulabschluss. Die Fachoberschulreife erreichten 47 und weitere 30 erreichten die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk. Davon gehen 19 Schülerinnen und Schüler in die Oberstufe über. Weitere 14 Schülerinnen und Schüler aus der Erich Kästner-Gesamtschule Kirchlengern werden in die Oberstufe wechseln und 27 Schülerinnen und Schüler kommen aus anderen Schulen dazu. Abteilungsleiter Michael Hafner wünschte den Schülerinnen und Schülern in seiner Begrüßungsrede alles Glück der Welt für ihren weiteren Lebensweg. Trotz großer Anstrengungen bei der Ausbildungsplatzsuche blieben viele Schülerinnen und Schüler ohne Ausbildungsplatz. Abteilungsleiter Michael Hafner bot an, auch weiterhin bei Bedarf bei der Korrektur von Bewerbungsunterlagen zu helfen. „Für viele ist es weitaus sinnvoller, jetzt eine Ausbildung zu beginnen, als weiter zur Berufsschule zu gehen.“ sagte Michael Hafner in seiner Rede und gab den Tipp sich auch jetzt noch zu bewerben, denn mehr als 100 Ausbildungsstellen allein in Bünde und Umgebung sind zum 01.08.08 noch nicht besetzt. (www.arbeitsargentur.de) Als Zeichen der Anerkennung guter Zusammenarbeit zwischen Schule, Politik und Verwaltung, begrüßte er besonders den stellvertretenden Bürgermeister Christoph Lübeck, den Vorsitzenden des Schulausschusses Georg Kruthoff und den stellvertretenden Schulpflegschaftsvorsitzenden Ulf Dreier. Besonderer Dank ging auch an die Arbeitsgemeinschaft „Schall und Licht“ und die verschiedenen Musikgruppen unter der Leitung von Claudia Albrecht-Wulf und Manfred Holzkämper, die zwischen den Redebeiträgen mit Popsongs wie „One moment in time“ und „My heart will go on“ für Stimmung im vollbesetzten Forum sorgten. Die besten Wünsche von Rat und Verwaltung der Stadt Bünde überbrachte der stellv. Bürgermeister Christoph Lübeck. Der stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende Ulf Dreier schloss sich in seinen Grußworten diesen Wünschen an. Für besonderes soziales Engagement verlieh die Mitarbeiterin der Volksbank, Daniela Vogelsang, den „Volksbank-Award“ an zwei Schüler: Carolin Olschowski wurde für ihre besonderen Leistungen beim Technischen Hilfswerk geehrt. Florian Hartig nimmt seit 2006 am internationalen Jugendworkcamp teil. Er setzt sich für Hilfsbedürftige in Weißrussland ein, wo er drei Wochen seiner Sommerferien verbringt. Er wurde wegen seinem besonderen Einsatz und seiner Hilfsbereitschaft geehrt. In seiner Abschlussrede hoffte der stellv. Schulleiter Friedhelm Heckemeyer, dass die Schülerinnen und Schüler von den Lehrern gut auf die Zukunft vorbereitet wurden: „Schulentlassung bedeutet Aufbruch in eine Lebensphase, die zunehmend mehr Eigenverantwortung verlangt. Die richtigen Entscheidungen sind zu treffen und Dinge mutig anzupacken, die man sich vor kurzem noch nicht zugetraut hat.“ Kuriose und lustige kleine Anekdoten aus den vergangenen Schuljahren durften natürlich auch nicht fehlen und sorgten immer wieder für Erheiterung des Publikums. Viel Applaus erntete der Lehrerchor mit ihrem Song „Closer to heaven“. Abteilungsleiter Michael Hafner trat an diesem Abend gleich mehrfach auf der Bühne in Aktion: Neben Begrüßungsrede, Zeugnisausgabe als Klassenlehrer, Ehrung der besonders ausgezeichneten Schüler und Lehrerchor, schlüpfte er zusammen mit seinen Kollegen Marc Krischker (Gitarre), Linus Waltersmann (Schlagzeug) und Frank Wiemann (Keyboard) in die Verkleidung eines Goldgräbers und sang mit tiefer Stimme den absoluten Kultklassiker „ Wand’rin’Star“ von Lee Marvin. Nach der Zeugnisausgabe riefen die Moderatoren des Abends Petra Fortmeyer und Leon Juros noch ein letztes Mal den ganzen 10. Jahrgang auf die Bühne. Gemeinsam sangen sie einen alten Schlager, bei dem sie den Text für ihren Abschluss neu getextet haben.

 

Folgende Schülerinnen und Schüler erhielten ihre Abschlusszeugnisse mit den besten Wünschen ihrer Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen:Klasse 10d unter der Leitung von Hilde Jörding-Lohmeyer und Michael Hafner: Daria Andrzejewski, Alessandro Bentivegna, Gessica Crolla, Christofer Fitton, Melanie Gakow, Pascal Grzywok, Maximilian Jahn, Anastasia Kerkesner, Kristina Komyschew, Matthias Krömker, Arthur Mamitko, Demet Matzir, Nicole Michalek, Lucia Palmieri, Sabine Reichel, Marius Roloff, Larissa Rosemeier, Meltem Sahakalkan, Max Scheiermann, Maximilian Schnelle, Dennis Schnitzer, Denosan Thevarajah, Tunahan Türkyilmaz, Julian Walessa; Klasse 10e unter der Leitung von Claudia Albrecht-Wulf und Gerd Balsbering: Ebru Akyol, Aykut Aydemir, Kimberly Barber, Max Bazei, Torben Bischoff, Siver Cakar, Cilem Erdem, Vivien Fierus, Jan-Dominik Fischer, Lisa Flottmann, Jana Kalmykova, Sarah Kilias, Can Philipp Kislat, Andrej Klippenstein, Kübra Macit, Chantal Maike Peter, Philipp Pufe, Simon Reichel, Cherline Riedel, Dennis Rieke, Andy Sander, Güner Sönmez, Tobias Steffmann, Larissa Steinkamp, Yannick Wiedemann, Klasse 10f unter der Leitung von Ulrike Redeker und Martin Fiedler: Serdar Dag, Seyma Duman, Marvin Flachmann, Sahin Gölbasi, Artur Kikov, Florentina Kovaci, Carolin Kröger, Heinrich Leikom, Karina Lexy; Alexander Luft, Maleen Meier, Robert Meske, Daniel Neumann, Sonja Niehaus, Julian Schöneberg, Markus Schürmann, Dennis Suckau, Nils Süß, Angelina Töpfer, Alicia Tuccia, Sascha Vollmer; Klasse 10g unter der Leitung von Susanne Müller und Ulrich Basener: Kira Magdalena Bernert, Maria Blum, Kevin Böse, Jennifer Bresser, Ismail Gündüz, Osman Kelesoglu, André Kerber, Julia Kiehl, Dennis Mastel, Jewgenia Max, Pascal Möller, Elke Müller, Janne Müller, Sebastian Müller Franziska Naß, Kübra Özbek, Sean Payne, Eileen Rürup, Giacomo Serrone, Merle Sewing, MaikUllrich, Patrick Zimmerling; Klasse 10h unter der Leitung von Ina Kahl-Lüdtke und Reik Hegenbart: Madeleine von Bargen, Christopher Böhme, Benedict Borst, Dominic Busse, Saskia Dreier, Daniel Graf, Lisa-Marie Hecker, Pascal Hellweg, Katharina Hildebrandt, Tim Klüter, Kieran Mc Leod, Manuel Melzer, Annika Meyer, Irene Podlich, Sasisegaran Ramathas, Andre Rose, Lisa Rosenkötter, Katharina Rot, Sarah Sauer, Julia Schlender, Laura Schütte, Nico Voigt, Stefanie Worthmann, Sabrina Zobel; Klasse 10i unter der Leitung von Anke Ruwe und Jörg Binder: Melanie Adenauer, Timo Beinke, Raphael Brähler, Isabell Brennemann, Andre Büscher, Jasmin Detering, Jack Pascal Fistelmann, Petra Fortmeyer, Romana Gambietz, Katharina Giesbrecht, Florian Hartig, Torben Hofmann, Alina Horst, Leon Juros, Jonathan Klassen, Franziska Müller, Bastian Mund, Sergej Neufeld, Carolin Olschowski, Sandy Ostermöller, Jana Poppendiek, Tiemo Röske, Janik Schmittem, Karol Szupryczinski, Jan-Henrik Tiemann, Linus Waltersmann, Rudi Wildemann und Manuel Cosimo Wüllner.

zurück

 

 

Aus: NW vom 09.05.2008

1.800,-- Euro für Ghana

„Flying hands“ und Gospelchor Kirchlengern traten für karikativen Zweck auf

Foto/Text: Karl Hendik Tittel
SchülerInnen der Klasse 7d der Erich Kästner-Gesamtschule. Von links: Christine Albrecht, Sina Hinz, Sabine Oldenburg, Melanie Blomenkamp, Michel Specchio

Das Benefizkonzert der Djembé-Gruppe „flying hands“ aus Eilshausen und des Gospelchores Kirchlengern war ein voller Erfolg. Beide Gruppen traten ohne Gage auf, so dass sämtliche Einnahmen Projekten in Ghana zugute kommen.
Das Konzert wurde gemeinsam von der Erich Kästner-Gesamtschule und der Realschule Bünde-Mitte veranstaltet. Der größte Teil des Erlöses geht direkt an den Verband Westfälischer Kinderdörfer, der die Einrichtung einer Berufsschule für Mädchen im Kinderdorf in Oyoko finanziert.
1450,- € von den „ersungenen“ und „ertrommelten“ 1809,75 Euro werden an die Zentrale in Paderborn weitergeleitet und von dort wird das Geld dem Kinderdorfleiter Sampson Owuso Boampong in Oyoko übergeben. Die Gelder kommen also ohne Verlust dort an, wo Hilfe benötigt wird. 370,- € der Einnahmen gehen an die Primary-School in Nkyenoa.
Veranstalter und Mitwirkende waren begeistert von einem tollen Konzert. Ein ganz herzlicher Dank an die Mitwirkenden kommt von Michael Hafner: „Chor und Djembé-Gruppe haben etwas vom Geist Afrikas hierher geholt . Ghana als Teil von Afrika ist ein schönes grünes Land. Ich habe dort viele Menschen mit einer erstaunlich positiven Lebenseinstellung kennengelernt. Aber Ghana ist auch ein Land voller materieller Armut. Gut, wenn man da helfen kann.“
Chor und Trommlern hat es sichtlich viel Spaß gemacht, zum zweiten Mal ein gemeinsames Konzert gegeben zu haben. Der Funke sprang auch dieses Mal sofort über und die mehr als 400 Zuschauer haben begeistert mitgemacht. „Das Publikum war wirklich klasse“, so Gerd Krüger von den 'flying hands'.“
Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann die „flying hands“ am 11. Mai bei der Nacht der offenen Kirchen in Porta-Holzhausen und den Gospelchor am 25. Mai bei einem Gastauftritt in der Stiftskirche in Bielefeld-Schildesche erleben.
Weitere Infos unter www.flying-hands.de und www.gospelchor-kirchlengern.de

zurück

 

 

Aus: NW vom 07.04.2008

Der musikalische Geist Afrikas

500 Besucher beim Benefizkonzert des Gospelchores Kirchlengern und der „Flying Hands“
Benefizkonzert
VON KARL-HENDRIK TITTEL (TEXT UND FOTOS)
Bünde-Ennigloh. Flink wirbeln Finger und Handflächen über die Felle der Djembé-Trommeln, die Rasseln an den Fußgelenken klappern im Takt. Erst leise, dann immer druckvoller, wie ein rhythmischer Sog, erheben sich die Klänge zu einem donnernden Kaleidoskop, zu dem sich plötzlich viele Stimmen gesellen: „Nkosi sikelel'i Afrika“ – „Herr segne Afrika“. Mit der südafrikanischen Nationalhymne begann ein Konzerterlebnis der besonderen Art.
Vom ersten Takt an machten sich die Füße der rund 500 Zuschauer selbstständig und wippten auf dem Parkett des Forums der Erich-Kästner-Gesamtschule mit. „Spirit of Africa“ war das Motto des Benefizkonzertes, das der Gospelchor Kirchlengern und die Djembé-Gruppe „Flying Hands“ aus Eilshausen am Samstag gaben, veranstaltet von der Gesamtschule und der Realschule Bünde-Mitte. Beide Schulen unterstützen seit Jahren Hilfsprojekte in Ghana und sämtliche Einnahmen gehen an den Verband der Westfälischen Kinderdörfer, der die Gelder direkt vor Ort in Ghana einsetzen wird. So wurde man bereits im Foyer auf das Thema des Abends eingestimmt, zierten doch Bilder mit afrikanischen Motiven die Wände und waren Stände und Informationstafeln des Verbandes aufgebaut. Auch ein von der Klasse 7d der Gesamtschule organisierter Stand war zu finden, wo handgemachter Schmuck aus Ghana angeboten wurde. Die Zusammenarbeit zwischen dem Gospelchor und den „Flying Hands“ entstand durch das gemeinsame Interesse an afrikanischer Musik. Schon immer hatte der Chor, der mit seinen über 100 Mitgliedern zu den größten in Ostwestfalen zählt, traditionelle Klänge aus dem schwarzen Kontinent in sein Programm eingebaut. Dass die Mischung aus Gospels, afrikanischer Folklore und rhythmischer Djembé-Musik sehr gut funktioniert, konnten die beiden Gruppen vor einem Jahr bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt in Eilshausen unter Beweis stellen. Und genau wie damals sprang auch am Samstag der Funke sofort über. Im ersten Teil standen vorwiegend afrikanische Lieder wie „Siyanibingelela“, oder „The Adventure“ auf dem Programm. Animiert durch die Akteure auf der Bühne, denen man den Spaß am Singen und Musizieren deutlich ansah, hielten es die Zuschauer nicht lange auf ihren Stühlen aus. Ob „In the Sanctuarry“, „Oh happy day“ oder bei den Instrumentalstücken: Mitklatschen und -singen war erwünscht und eine Stimmung, gleichermaßen druckvoll wie lebensbejahend, machte sich im Forum breit. Durch fast ekstatische Glaubensbekenntnisse bis hin zu melancholischen Stücken wurden so ziemlich alle Emotionen des Lebens musikalisch widergespiegelt. Kein Wunder, dass bei „On the Cross of Calvary“ ein paar kleine Tränen auf der Wange einer Sängerin glitzerten. Das Finale, „The Circle of Life“, bekannt aus „Der König der Löwen“, bot noch einmal alles, wofür dieser Abend stand: Lebensfreude pur! Ein beeindruckendes Konzert, das das Publikum in ein ausgelassenes Wechselbad der Gefühle tauchte. „Das war ein tolles Erlebnis und sicherlich nicht das letzte Mal, dass wir mit den ‚Flying Hands’ aufgetreten sind“, sagte Chormitglied Michaela Bitter.
Gospelchor
zurück

 

 

Aus: BZ vom 14.03.2008

»In Deutschland gibt es mehr Freiheiten«

24 französische Mädchen und Jungen für eine Woche Gäste der Kästner-Gesamtschule
Schüleraustausch mit Frankreich
Florent und Kelly (links) aus Frankreich waren für acht Tage als Gastschüler in Deutschland. Zusammen mit ihren Gastgebern Patrick und Tabea (rechts) zeigen sie auf der Karte ihre Heimatstadt Barlin, die die deutschen Schüler Ende Mai besuchen werden. Foto: Henni Kristin Wiedemann
Von Henni Kristin Wiedemann
Bünde (BZ). Den Heimweg nach Frankreich treten heute 24 Gastschüler der Erich Kästner-Gesamtschule an. Hinter ihnen liegen dann acht Tage voller neuer Erfahrungen und Eindrücke, die so positiv ausgefallen sind, dass einige der Schüler gar nicht mehr nach Hause wollen.

Seit Oktober besteht der Kontakt der Gesamtschule zum Collège Jean Moulin aus Barlin, nun fand der erste Austausch beider Schulen statt. Zu den 24 Mädchen und Jungen, die seit Donnerstag vergangener Woche in Bünde sind, gehören auch der 14-jährige Florent Legru und die 13-jährige Kelly Le.
»Deutschland ist super!«, erzählt Florent begeistert. »Ich würde sofort hierbleiben - sofern meine Mutter nebenahn wohnen würde«, fügt er mit einem Grinsen hinzu.
Mit seinem deutschen Gastgeber, dem 15-jährigen Patrick Rossbach, versteht er sich ebenfalls sehr gut. »Am Anfang gab es ein paar Verständigungsprobleme«, erinnert sich Patrick, doch außer der Sprache gäbe es ja auch noch Hände und Füße, meint er.
Auch bei Tabea Wolf (14) galt es, am Tag der Begegnung mit der französischen Kelly die Schüchternheit zu überwinden. Mittlerweile findet sie es aber erstaunlich, wie gut sich zwei Menschen mit unterschiedlicher Muttersprache doch verstehen können. Und obwohl die beiden Franzosen gerade einmal seit sechs Monaten die deutsche Sprache erlernen, wenden sie diese fleißig und ohne große Scheu an. »Bemerkenswert«, findet Französischlehrerin Sabine Stichmann.
Bemerkenswert findet Florent ganz andere Dinge an Deutschland: »La liberté« ist seine Antwort auf die Frage, was ihm an Deutschland am besten gefalle. »In Deutschland gibt es mehr Freiheiten als bei uns, zum Beispiel in den Schulen. Man darf essen, wo man will, nicht nur in der Mensa«, sagt er überrascht. Außerdem seien die Umgangsformen an der Gesamtschule nicht so streng wie am Collège Jean Moulin. »Dabei habe ich vor meiner Ankunft von Deutschland gedacht, dass hier alles viel disziplinierter und strenger zugeht«. Kelly ist vor allem aufgefallen, dass viele Dinge hier günstiger sind als daheim, »aber warum die Benutzung der Toiletten an der Autobahn etwas kostet, verstehe ich nicht«. Auch die beiden deutschen Gastgeber haben Unterschiede festgestellt. »Die Essgewohnheiten sind ein wenig anders - die Franzosen essen wirklich mehr Croissants«, mein Tabea. Florent hingegen hat vor allem überrascht, dass die Deutschen so viel Aufschnitt essen. »Und das auch noch den ganzen Tag über. In Frankreich gibt es drei große Mahlzeiten am Tag, dazwischen isst man aber nichts. Die Schüler hier essen ständig«, ist ihm aufgefallen. Er selbst hat ebenfalls seine Vorliebe für die deutsche Küche entdeckt, und würde diese sogar der heimischen vorziehen. »Deutschland ist wirklich ein tolles Land, es hat meine Erwartungen noch übertroffen», freut sich der 14-Jährige.
Und auch die anderen Schüler sind sich einig: Solch einen Austausch sollte es viel öfter geben. »Man lernt nicht nur, besser Französisch zu sprechen, sondern auch neue Menschen kennen. Vor allem entdeckt man neue Kulturen, Gebräuche und einen anderen Teil der Welt«, sagt Patrick.
Aus diesem Grund sind die beiden Deutschen schon sehr gespannt auf ihren Gegenbesuch in Frankreich Ende Mai. Und auch die Schüler aus Frankreich haben vor, auf jeden Fall noch einmal wiederzukommen.
zurück

 

 

Aus: NW vom 08.03.2008
Gaeste aus Frankreich

Aus Premiere soll Tradition werden

Französische Gäste aus Barlin erstmals zu Gast an der Erich Kästner Gesamtschule
VON TOBIAS HEYER
(TEXT UND FOTO)
Bünde. Voll ist es am Freitagmorgen im Rathaus-Foyer. „So viele Schüler waren schon lange nicht mehr hier“, freut sich Bürgermeisterin Anett Kleine-Döpke-Güse, die erstmals Gäste aus der französischen Stadt Barlin begrüßen kann.
„Kontakt zu Frankreich hatten wir schon häufiger, aber mit Barlin versuchen wir jetzt erstmals einen Schüleraustausch auf die Beine zu stellen“, erklärt Friedhelm Heckemeyer, Schulleiter der Erich-Kästner-Gesamtschule Bünde. 24 französische Jugendliche sind seit Donnerstag in Bünde zu Gast, lernten erst ihre Gastfamilien kennen und fuhren gestern zum Rathaus, um von Anett Kleine-Döpke- Güse in Empfang genommen zu werden.
Die Bürgermeisterin stellte die Tabakstadt in Zahlen vor, wünschte den jungen Franzosen viel Spaß bei ihrem Aufenthalt und erfuhr Wissenswertes über die Stadt Barlin. Rund 8.000 Menschen wohnen dort, etwa 60 Kilometer entfernt von Lille in Nordfrankreich. Collège Jean Moulin nennt sich die Schule, an der „650 Schüler in vier Jahrgängen unterrichtet werden“, sagt Sylvia Bitter, die als Französischlehrerin der Bünder Gesamtschule gemeinsam mit Sabine Stichmann den Austausch organisiert.
In den Jahrgangsstufen sechs bis neun wird hier Deutsch unterrichtet und diesen Jahrgängen entstammen die Schülerinnen und Schüler, die jetzt nach Bünde gereist sind. „Wichtig ist, dass die Schüler sehr jung sind und doch den Mut haben, schon jetzt französische Gäste aufzunehmen“, lobt Sylvia Bitter, denn auch auf Bünder Seite sind die jüngsten Gastgeber gerade einmal 12 Jahre alt.
Nach dem Rathausbesuch folgten ein historischer Stadtrundgang und eine kleine Rallye, ehe sich die Gruppe zum Einkaufsbummel aufteilte. Das Wochenende verbringen die Gäste in den Familien, ehe am Montag ein Ausflug nach Münster auf dem Programm steht und Mittwoch ein Museumsbesuch in Osnabrück folgt. Donnerstags reisen Gäste und Gastgeber nach Paderborn in das Heinz-Nixdorf-Museumsforum, ehe für Freitag die Rückreise ansteht. Schon jetzt steht fest, wann der Gegenbesuch erfolgen soll. „Am 29. Mai reisen unsere Schüler nach Frankreich und werden dort ihre Sprachkenntnisse in Schule und Gastfamilien aufbessern“, sagt Sylvia Bitter.
zurück

 

 

Aus: BZ vom 08.03.2008
Schueler aus Frankreich
24 Gastschüler aus Barlin in Frankreich besuchen für acht Tage die Erich Kästner-Gesamtschule Bünde. Zum ersten Mal findet der Austausch mit dem Collège Jean Moulin statt, die deutschen Schüler reisen im Sommer nach Frankreich, um den Austausch der Kulturen zu pflegen.

24 Franzosen acht Tage zu Gast

Austauschprogramm der Gesamtschule mit dem Collège Jean Moulin

Von Henni Kristin Wiedemann
(Text und Foto)
Bünde (BZ). Für acht Tage hat die Erich-Kästner-Gesamtschule Besuch aus dem großen Nachbarland im Westen. 24 Schülerinnen und Schüler aus Frankreich sind im Rahmen eines Schüleraustauschprogrammes in der Zigarrenstadt zu Gast.

540 Kilometer hatten die französischen Schüler des Collège Jean Moulin (benannt nach einem französischen Widerstandskämpfer) in Barlin zurückgelegt, als sie am Donnerstagnachmittag eintrafen. Sie sind die erste Austauschgruppe, die seit Beginn des Kontaktes der Schulen im Herbst vergangenen Jahres nach Bünde kommt.
Zusammen mit ihren 25 deutschen Gastschülern werden sie Deutschland eine Woche lang hautnah und nicht nur aus dem Schulbuch kennenlernen.
»Wir freuen uns sehr über den Kontakt«, sagt Französischlehrerin Sylvia Bitter. Zusammen mit ihrer Kollegin Sabine Stichmann betreut sie die Gruppe. »Außerdem finden wir es großartig, dass unsere Schüler trotz ihres jungen Alters den Mut haben, Ende Mai den Gegenbesuch nach Frankreich anzutreten«, fügt sie hinzu. Dieser findet für die 12- bis 15-jährigen Deutschen vom 29. Mai bis zum 6. Juni statt.
Auch Bürgermeisterin Anett Kleine-Döpke-Güse ist von dem Projekt begeistert, »nicht nur, weil deutsch-fanzösische Beziehungen historisch gesehen etwas Besonderes sind, sondern auch, weil man den Kindern neben ihrem eigenen Land so auch andere Kulturen näherbringen kann.«
Damit dieses auch gelingt, steht für die Jugendlichen einiges auf dem Programm: Nach dem Empfang im Rathaus und einem historischen Stadtrundgang am Freitag erwartet die Gäste im Alter von 13 bis 14 Jahren zunächst ein Wochenende in den Familien, bevor es dann am Montag auf einen Ausflug nach Münster geht. Dienstag steht am Vormittag gemeinsamer Unterricht an, in dem in Gruppenarbeit das Thema »Die Franzosen - Die Deutschen« bearbeitet wird. Auch ein typisch deutsches Essen in der Schulmensa darf dabei nicht fehlen.
Am Mittwoch fahren die Schüler für einen Museums- und Planetariumsbesuch nach Osnabrück, bevor am Donnerstag das Heinz-Nixdorf-Forum in Paderborn besucht wird. Außerdem steht einen Tag vor der Abreise ein gemeinsamer Abschluss an, bei dem Bilanz gezogen und auf der Abschiedsparty gefeiert wird. Am kommenden Freitag sagt man sich dann bis zum Sommer »Au revoir«.
zurück

 

Aus: BZ vom 08.02.2008

Dem Geheimnis der Samen auf der Spur

Kästner-Gesamtschule: Zwei Teams beteiligen sich am Wettbewerb
»Schüler experimentieren«

Wettbewerb Jugend forscht
Weshalb keimen Samen nicht in der Frucht? Dieser Fragen gingen die Gesamtschüler Mark Yendle (links) und Marcel Heetmann nach.
Von Hilko Raske (Text und Foto)
Bünde (BZ). Weshalb keimen Samen nicht schon in der Frucht? Dieser interessanten Frage sind die Gesamtschüler Marcel Heetmann und Mark Yendle nachgegangen. Die Fünftklässler beteiligen sich am Wettbewerb »Schüler experimtieren«.

Im Supermarkt kauften sie Äpfel, Tomaten, Paprika und Netzmelonen. Aus den Früchten entfernten die Schüler dann die Samen, wuschen sie sorgfältig ab und legten sie dann in Petrischalen. Die wanderten in einen Trockenschrank. Dort untersuchten Mark und Marcel, wie die Samen auf äußere Faktoren wie Wärme und Kälte, Licht und Dunkelheit oder auch Nässe und Trockenheit reagieren. Dabei kamen die Schüler zu einem interessanten Ergebnis: während Wärme und Feuchtigkeit das Keimen fördern, ist Licht nicht erforderlich.
Um nun herauszufinden, was das Keimen von Samen in der Frucht verhindert, starteten die beiden Fünftklässler eine weitere Experimentreihe. Die Samen wurden unter gleichen Bedingungen wieder in den Trockenschrank gestellt. Allerdings lagen die Fruchtsamen diesmal nicht in Wasser, sondern in Tomaten- und Melonensaft. »Dort keimten die Samen dann nicht«, erzählte Mark. Ihre Vermutung: im Saft bzw. in der Frucht muss ein Stoff enthalten sein, der das Keimen verhindert. »Wir sind davon ausgegangen, dass es sich um Vitamin C handelt, weil das ja in allen Früchten vorkommt« Das bewahrheitete sich dann aber doch nicht. »Wir haben Vitamin C in Wasser aufgelöst - die Samen keimten trotzdem«, sagte Marcel.
Zwar haben die Fünftklässler nicht herausfinden können, was nun genau das Keimen in der Frucht verhindert. »Das ist für die fünfte Klasse dann doch noch etwas zu kompliziert«, meinte Biolehrerin Marion Steuwe, die die Teilnehmer am Wettbewerb »Schüler experimentieren« betreut. Aber Mark und Marcel wissen nun, welche Faktoren das Keimen fördern.
Wer ein Menthos-Bonbon in eine Flasche mit Cola versenkt, der sollte schnell einige Schritte zurücktreten. Der Grund: es entsteht die so genannte »Cola-Fontäne«. Weshalb das so ist, wollten Felix Rabe und Marvin Erdbrügger wissen, die ebenfalls die Jahrgangsstufe fünf der Bünder Gesamtschule besuchen. Die zwei Jungforscher untersuchten, was im Menthos-Drops an Bestandteilen enthalten ist: Zucker, Sirup, Gelantine, Zitronensäure und eine ölige Verbindung. »Wir haben dann vorsichtig die flüssigen Bestandteile wie Öl und Sirup in die Cola gegossen - da passiert nichts«, informierte Felix. Anders sah es bei den festen Bestandteilen aus - und ganz besonders viel Schaum entstand durch die Zugabe durch Zucker. Diesen Ansatz verfolgten die beiden Schüler weiter. Sie nahmen jetzt Würfelzucker, Kandis und Krümelzucker. »Der meiste Schaum entstand hier, als wir Krümelzucker verwendeten.« Die Folgerung der Gesamtschüler: »Zuckerstücke mit der verhältnismäßig größten Oberfläche lässt Cola am stärksten schäumen«.
Das Ergebnis ihres Experimentes wollen Felix und Marvin beim Regionalwettbewerb »Schüler experimentieren« am 16. Februar in Herford vorstellen.
Jugend forscht
Auf den Spuren der »Cola-Fontäne«: Felix Rabe (links) und Marvin Erdbrügger aus der Klasse 5e der Gesamtschule.
zurück

 

 

 

Aus: BZ vom 25.01.2008
Ski Projekt 2008
104 Schüler nahmen in diesem am Skiprojekt im Skigebiet Sonnenkopf teil. Als Lehrer mit dabei waren Karsten Bölke, Uli Ehlers, Bernd Fiedler, Stefan Gotthardt, Michael Hafner, Karlo Keller, Jörg Klöcker, Kerstin Krieger und Kai Mundhenke. Foto: BZ

Am Arlberg sicher auf die Piste

Skilehrgang der Erich-Kästner-Gesamtschule erfolgreich abgeschlossen

Bünde (BZ). Seit dem Schuljahr 2001/02 bietet die Erich-Kästner-Gesamtschule ein Skiprojekt an. Mit interessierten Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 10 bis 13 wird ein einwöchiger Lehrgang im alpinen Skilaufen in einem geeigneten Skigebiet der Alpen vorbereitet und durchgeführt.
Der Termin dafür liegt jeweils in der Projektwoche im Januar. Das Projekt ist sowohl für Ski-Neulinge als auch für Fortgeschrittene geeignet. Die Schüler werden von Lehrern der Schule, die über langjährige Erfahrung oder die Ski-Lehrbefähigung verfügen, begleitet und unterrichtet.
In diesem Jahr nahmen 104 Schüler am Skiprojekt im Skigebiet Sonnenkopf teil. Von der Talstation Klösterle am Fuße des Arlbergs ausgehend trafen sie auf vielseitige und bestens präparierte Pisten. Der Sonnenkopf ist bis auf eine Höhe von 2300 Metern erschlossen und zählt zu den schneesichersten Wintersportregionen. Untergebracht war die große Skigruppe in einem Quartier in Feldkirch in Vorarlberg und hatten die gesamte Woche Glück mit dem Wetter. Als Lehrer mit dabei waren Karsten Bölke, Uli Ehlers, Bernd Fiedler, Stefan Gotthardt, Michael Hafner, Karlo Keller, Jörg Klöcker, Kerstin Krieger und Kai Mundhenke.
Ein Teil der Anfänger begann die Woche auf Snowblades, die vom Förderverein der Gesamtschule zur Verfügung gestellt wurden. Auf diesen kurzen Skiern ist das Skifahren besonders leicht zu erlernen. Vorhandene Bewegungserfahrungen vom Inlineskating oder Schlittschuhlaufen lassen sich damit gut auf das Gleiten auf Schnee übertragen. Die übrigen Teilnehmer starteten auf Carvingski. Bis zum Ende der Woche hatten fast alle Neulinge den Schwung raus und konnten sicher die (blauen) Pisten hinabwedeln. Täglich konnten Eltern und Freunde auf der Homepage der Gesamtschule Bilder und - nicht immer ganz ernst gemeinte - Kommentare lesen: »Heute hat wieder den ganzen Tag diese schreckliche Sonne geschienen. Wir sehnen uns schon nach einem ordentlich verregneten Tag in Bünde.« Oder: »Unsere Skierfahrungen erweitern sich ständig. Manchmal haben die Lehrer schon Mühe, uns zu folgen. Wenn wir dann so gemütlich im Schnee liegen, umrahmt von weggeflogenen Skiern, Stöcken, Brillen, Mützen É Jedenfalls raffen wir uns wieder auf und kommentieren unseren Sturz als geplante Übung.«
zurück

 

 

 

Aus: NW vom 27.11.2007
Tag der offenen Tür
Dampf ablassen: Mit großem Interesse verfolgten die Viertklässler Max Kiel, Laura-Marie Wittemöller, Michelle Wobker und Sarah Hermann (Mitte, v.l.) einen Versuch zur Erklärung der Funktionsweise von Dampfmaschinen, den Sandra Rudkowski (l.) und Natalie Witte (r.) zusammen mit Fachlehrer Christoph Siemon durchführten.

Rundgang im Haus des Lernens

Über 400 Besucher beim Tag der offenen Tür der Erich Kästner-Gesamtschule

Von Karl-Hendrik Tittel
(Text und Fotos)

Bünde. Max ist ein leistungsstarker Schüler, Maren kann sich schlecht ausdrücken und Martin hat Probleme mit der Rechtschreibung. Trotzdem würden diese fiktiven Grundschüler nächstes Jahr die selbe Klasse der Erich-Kästner-Gesamtschule besuchen. »Wir widmen uns den Schwächen ebenso wie den Stärken und führen die Schüler so zur besseren Lernleistung", erklärte der stellvertretende Schulleiter Friedhelm Heckemeyer.
Bereits am Mittwoch nahmen rund 100 Grundschüler mit ihren Eltern an Unterrichtsbesuchen der Gesamtschule teil. Beim Tag der offenen Tür am Samstag waren es über 400 kleine und große Gäste, die sich ein anschauliches Bild von der Arbeitsweise des "Haus des Lernens" machten. So bezeichnete Heckemeyer die integrierte Gesamtschule in seiner Begrüßungsrede, in der er wichtige pädagogische und organisatorische Merkmale herausstellte. Dazu gehörten die aufwendigen Förder- und Forderkonzepte der Schule. Gleichzeitig bewertete er eine frühe Festlegung auf eine weiterführende Schulform kritisch.
"Die pädagogische Diagnostik reicht nicht so weit, um voraussagen zu können, welchen Schulabschluss ein zehnjähriges Kind in sechs oder neun Jahren erreichen kann", so Heckemeyer. Aufgeteilt in Gruppen wurden die Gäste in Begleitung von Lehrern, Schülern und Eltern durch die Schule geführt. Besonders die Versuche in den naturwissenschaftlichen Räumen hatten es den kleinen Gästen angetan. Zusammen mit Schülern verschiedener Jahrgangsstufen hatte Fachlehrer Christoph Siemon einige Experimente vorbereitet. Neugierig bestaunten Max Kiel, Laura-Marie Wittemöller, Michelle Wobker und Sarah Hermann den Wettermacher oder eine Apparatur, anhand derer das Prinzip von Dampfmaschinen erklärt wurde. Auch in anderen Klassenräumen konnten die Besucher einen detaillierten Blick hinter die Gesamtschul-Kulissen werfen. Stets standen Fachlehrer, Schüler und Eltern für Fragen zur Verfügung. So informierten beispielsweise die Sprachenlehrer Kristian Kaufmann und Arun Merchant über das Fremdsprachenangebot und besonders über den Übergang im Fach Englisch, denn die jetzigen Viertklässler bringen ja schon zweijährige Englischkenntnisse aus der Grundschule mit.
Sonderpädagoge Hans Joachim Winter und Gesamtschullehrer Uli Ehlers gaben Auskunft über das viel beachtete pädagogische Integrationsprojekt der Gesamtschule. Bereits im dritten Jahr werden dort, in einer Klasse pro Jahrgang, Schüler mit einer Behinderung gemeinsam mit nicht behinderten Schülern unterrichtet. "Die Philosophie des Förderns und Forderns wird bis zum Schulabschluss gelebt", sagte Heinz Köster, Abteilungsleiter der Jahrgangsstufen 5-7. "Wir fördern, damit Kinder erfolgreich weiterlernen können und wir fordern, um ihnen eine erfolgreiche Schullaufbahn bis zur Fachoberschulreife oder bis zum Abitur zu ermöglichen, so der Pädagoge weiter.

Experimente am Tag der offenen Tuer
Anschaulich: Anhand dieses Versuches demonstrierte Verena Noltemeyer, was passieren kann, wenn ein Nagel eine Stromleitung in der Wand trifft.
zurück

 

 

Aus: BZ vom 26.11.2007

Eltern und Schüler schauen genau hin

Tag der offenen Tür an der Gesamtschule mit vielen Gästen

B ü n die (jp). Es scheint, als wäre die Gesamtschule auch weiterhin eine gefragte Schulform. Zumindest lassen dies die Besucherzahlen beim Tag der offenen Tür vermuten. Mehr als 400 Eltern und interessierte Grundschüler strömten durch die Schulgebäude.
»Wir sind vom Andrang absolut überwältigt und freuen uns über das große Interesse an unserer Schule«, freute sich Friedhelm Heckemeyer, stellvertretender Schulleiter, über das volle Haus. Kurzerhand wurde improvisiert, die Rundgangsgruppen waren etwas größer als eigentlich geplant. Zu entdecken gab es viel. Besonders die Versuche in den Naturwissenschaften und das Fach Technik hatte es den Gästen angetan. An den PCs in den Informatikräumen fühlten sich viele schon fast zu Hause. Die Schule lege, so Abteilungsleiter Heinz Köster, großen Wert auf die Sicherung der Grundlagen des Lernens in Mathematik, Englisch und Deutsch. »Wir fördern, damit Kinder erfolgreich weiterlernen können. Und wir fordern, um eine erfolgreiche Schullaufbahn des Kindes bis zur Fachoberschulreife und bis zum Abitur zu ermöglichen.« Nicht die Schwächen, sondern die Stärken des lernenden Kindes stehen im Mittelpunkt. »Und darin investieren wir«, erläuterte Köster das aufwändige Förder- und Forderkonzept der Schule.
Auch musisches Lernen hat an der Gesamtschule einen großen Stellenwert. Traditionell hat die jüngste Musikgruppe am Tag der offenen Tür ihren ersten Auftritt. Besonderes Interesse zeigten die Eltern an der Kooperation von Gesamtschule und Musikschule. Interessierte Kinder können sich für mehrere Fachgruppen anmelden und diese während ihrer Schulzeit im Ganztag besuchen.
Bevor die Gäste durch die Schule geführt wurden, stellte Heckemeyer pädagogische und organisatorische Merkmale vor. Durch die Erkenntnisse namhafter Wissenschaftler und neuerer Schulleistungstests sieht Heckemeyer die pädagogische Orientierung der integrierten Gesamtschule für die Zukunft bestätigt. »Wir müssen den Mut haben, uns kritisch mit der Praxis eines Begabungstypen getrennten Unterrichts auseinanderzusetzen.« Wissenschaftlich sei diese Praxis der frühen Auslese und der sie stützenden Diagnostik nicht begründet.
Dennis am Mikroskop
Dennis wagt beim Tag der offenen Tür an der Gesamtschule Bünde einen Blick durchs Mikroskop. Mehr als 400 Besucher kamen, um sich zu informieren.
Fotos: Jörn Petring
Tag der offenen Tuer im Musikraum
Alischa (12) und Dennis (11) musizieren im Musikraum.
zurück

 

 

Aus: NW vom 13.11.2007

Mit der Schule stärker identifizieren

Neue Shirts für Erich Kästner-Gesamtschule Bünde vorgestellt / Dem Markentrend entgegen wirken

VON DIETER SCHNASE (TEXT) UND TOB lAS HEYER (FOTOS)
Bünde. Schuluniformen haben in Deutschland keine Tradition - ganz anders als zum Beispiel in Frankreich, Großbritanien oder Japan. "Sie passen nicht in unsere schulische Landschaft und werden auch nicht angestrebt", sagt Friedhelm Heckemeyer, Leiter der Erich Kästner-Gesamtschule (EKG) in Bünde. Gleichwohl wurden dort gestern Shirts mit dem Logo der Bildungseinrichtung vorgestellt, und die ersten Bestellungen - natürlich auf freiwilliger Basis, sind schon vielversprechend.
"Schön wäre es, wenn die Markenorientierung in der Jugendmode doch ein wenig zurückgedrängt werden könnte, wenngleich dieses Phänomen bei uns auch nicht im Vordergrund steht", erläuterte Heckemeyer einen der Gründe, warum eigene "Schulklamotten" für die Schüler angeboten werden sollen. "Die Identifikation mit der Schule, wissen, dass man dazugehört und für seine Schule auch Verantwortung trägt, ist bei uns eher das Motiv."
Die Schüler der EKG Bünde können zwischen T-Shirt, Polo­Shirt und Kapuzen-Shirt wählen - alle in dunkelblauer Farbe und mit aufgesticktem Logo, das zwei Figuren symbolisieren soll, die miteinander spielen oder kommunizieren. Die Farbe ist nach Worten Heckemeyers ebenso Ergebnis eines längeren Entscheidungsprozesses wie die Überlegung, ob das Sweat-Shirt mit oder ohne Kapuze gewünscht werde. "Natürlich mit Kapuze und Taschen ", sagt BurakAsar, der zusammen mit Mitgliedern der Schülervertretung aus mehreren Jahrgängen die Prototypen der neuen Kollektion in der letzten Woche in allen Klassen präsentierte. Auch SV-Lehrerin Anke Ruwe beteiligte sich an der kleinen Modenschau. "Etwa die Häfte der Schüler haben sich positiv geäußert", so die erste Erfahrung. Der Förderverein der Schule hat das Vorhaben zusammen mit der SV unter seine Regie genommen.
Friedhelm Heckemeyer hatte zunächst versucht, die Kleidungsstücke bei einem Unternehmen in der Region herstellen zu lassen. "Ich hatte auch schon eine Zusage einer Firma in Lübbecke." Das Unternehmen musste den Auftrag dann aber wegen Insolvenz wieder zurückziehen. Um passenden Ersatz zu finden, musste er bis in die Türkei telefonieren. Eine Firma in Instanbul stellt die qualitativ hochwertigen Shirts nun her ­ von jedem Modell zunächst 200 Stück. T-Shirts kosten 10 Euro, Polo-Shirts 15 Euro, Kaputzen­Shirts 25 Euro, wobei die Schule die Teile zum Selbstkostenpreis abgibt. Im Frühjahr soll das farbliche Angebot erweitert werden. "Schwarz und Pink sind im Gespräch", so Ines Vögeding (17) aus dem 11. Jahrgang.
Das Freiherr-vom-Stein­Gymnasium und das Gymnasium am Markt haben bereits Erfahrungen mit solchen Shirts gemacht. "Vor allem die kleineren Schüler identifizieren sich noch stark mit ihrer Schule", weiß eine Lehrerin des Marktgymnasiums. Das Interesse lasse später leider nach. Sehr schwer sei es, dem Markendenken etwas entgegen zu setzen. Die Mitglieder des Schülerorchesters am "Stein" tragen die Shirts aber regelmäßig bei ihren Auftritten.

neue Shul-Shirts an der EKG
Neues Outfit: Die SVler zeigen hier, wie schon in den Klassen, die neuen Shirts. Diese sind dunkelblau, das Logo ist hellblau-gelb - von links Anne-Lena Kiel (Kl. 6d), Oliver Schaffer (18, 11. Jhrg.), Ines Vögeding (17, 11. Jhrg.), Burcu Gürsoy (11, Kl. 6d) und Burak Avsar (18, 11. Jhrg.).
zurück

 

 

 

Aus: BZ vom 13.11.2007

Neue T-Shirts zeigen: "Wir gehören dazu!"

Erich Kästner-Gesamtschule bietet einheitliche Kleidung

Von Maren Waltemode
B ü n d e (BZ). Das morgendliche Nachdenken über die richtige Kleiderwahl könnte für die Schüler der Erich-Kästner­Gesamtschule bald der Vergangenheit angehören. Wer will, kann sich eines der neuen Schul-T-Shirts zulegen und ist damit immer gut angezogen.
Sie sind blau und es gibt sie als T-Shirt, Polohemd und als Kapuzenshirt. Fünf Prototypen der einheitlichen Kleidung hat die Gesamtschule bislang anfertigen lassen und fünf Schüler haben die Oberteile in den Klassen vorgestellt. Die T-Shirts versprechen ein echter Renner zu werden. »Etwa 50 Prozent der Schüler wollen etwas bestellen«, sagt SV­Lehrerin Anke Ruwe.
Die Schulshirts sollten keine verbindliche Schuluniform sei, betont Schulleiter Friedhelm Heckemeyer. "Unsere Shirts haben nicht Uniförmität zum Ziel, sondern Identifikation mit der Schule«, sagt er. Eine Schulkleidung etwa nach britischer Tradition sei nicht angedacht.
Bislang sind Shirts, Polohemden und Kapuzenpullover blau und mit dem Logo der Schule versehen. »Je nach dem wie die Aktion anläuft, sind weitere Farben im kommenden Schuljahr geplant«, verrät Anke Ruwe. Die elfjährige Burcu weiß schon, welche Farben bei den Schülern ankommen: »Weiß, schwarz und pink wären cool«, sagt die Sechstklässlerin.
Das Projekt wurde mit Hilfe der Schülervertretung und des Förder vereins realisiert. Als Partner hat die Schule die Agentur Wehmeyer aus Osnabrück gewonnen. Hergestellt werden die Shirts in der Türkei. »Die Suche nach einem heimischen Anbieter hat sich als schwierig erwiesen und die Kleidung muss bezahlbar bleiben«, sagt Heckemeyer. Einfache T­Shirts kosten zehn Euro, Polo­Shirts 15 und Kapuzenshirts 25 Euro.

neue Schul-Shirts
Anna-Lena Kiel (vorne) aus der Erich Kästner-gesamtschule ist stolz auf ihr Schul-T-Shirt. Zusammen mit Oliver Schaffer (18), Ines Vögeding (17), Burcu Gürsoy (11) und Burak Avsar (18, von links) hat die Elfjährige die T-Shirts in den Klassen vorgestellt. Vorbestellungen liegen bereits vor.
Foto: Waltemode
zurück

 

 

 

Aus: NW vom 14.09.07
15 Jahre Kanu AG
Rutschpartie ins kühle Nass: Gerd Balsbering, Lehrer an der Erich Kästner-Gesamtschule, freut sich über seinen Schützling Jan-Dominik Fischer, der über die Rutsche des Kanuclubs Bünde in die Else gleitet.

Ein stetes Geben und Nehmen

15 Jahre Kanuschülersportgruppe an der Erich Kästner-Gesamtschule Bünde

Von Tyler Larkin

Bünde. Jeden Montagnachmittag wimmelt es am Elseufer. Zehn Schüler und Schülerinnen der Erich-Kästner-Gesamtschule Bünde warten voller Ungeduld, bis sich das neue Rolltor am Kanuclub öffnet und sie die Kajaks und Kanadier zu einer kurzen Übungsfahrt herausholen können.
Diese Art des Unterrichtes existiert nun schon seit über 15 Jahren und in dieser Zeit haben schon weit über 100 Schüler das Kanufahren an der Gesamtschule erlernt.
Dieser Sportunterricht ist aber auch nur möglich, weil der Kanu- und Segelclub Bünde der Gesamtschule in großzügiger Weise entgegenkommt. Insgesamt lagern im Bootshaaus des Kanuclubs zirka 50 Kajaks und mehrere Kanadierboote, deren Namen, Nscho-Tschi und Ribanna zum Beispiel, an die Helden Karl Mays erinnern.
Die Gesamtschule besitzt sechs dieser Boote. Da diese für eine größere Schülergruppe nicht ausreichen, kam es vor 15 Jahren zu der Kooperation mit dem Kanu- und Segelclub am Nordring, der sofort bereit war, die Schülersportgruppe und ihre jeweiligen Lehrer in den Trainingsbetrieb aufzunehmen. Ziel und Zweck dieser Zusammenarbeit ist es, dass der Kanuclub sein Bootshaus und weitere Boote zur Verfügung stellt und sich im Gegenzug von der Erich-Kästner-Gesamtschule immer wieder Jugendliche zum Vereinstraining am Freitagnachmittag einfinden.
Bis jetzt haben sich aber noch nicht allzu viele Nachwuchs- Kanuten im Club angemeldet. Und so bietet der Verein auch allen anderen freitags ab 18 Uhr sein Jugendtraining an. Auch ein Schnuppertraining ist möglich. Für die Schüler und Schülerinnen der Gesamtschule besteht jeden Montag die Möglichkeit, ihr Talent im Umgang mit Booten und Wasser zu testen.

Kanu fahren an der EKG
Spaß auf dem Wasser: Vivian Fierus, Cherline Riedel und Aykut Aydemir (v.l.) bei der Übungsfahrt auf der Else Alles im Blick: Ebru Aykol im Einer-Kayak.
zurück

 

 

Aus: NW vom 21.08.07

Schokolade Marke Eigenbau

Schulkinder kreieren ihre eigene Geschmacksrichtung /
Smarties und Gummibärchen sind der Zutaten-Renner

von Tobias Heyer (Text und Fotos)

Bünde. Aylin mag es gerne bunt. Also rührt sie gelbe, rote und grüne Streusel unter die flüssige Vollmilchschokolade, streut noch ein paar Cornflakes oben drauf und versenkt sogar noch .Gummibären in einer Masse, die in 20 Minuten im Kühlschrank zu einer leckeren, aber ungewöhnlichen Schokolade erstarrt.
Gemeinsam mit ihren Mitschülern der Klasse 5f der Erich­Kästner-Gesamtschule besucht Aylin Müller die Schokowerkstatt, die bis Mittwoch Station auf dem Marktkauf-Parkplatz macht. Jens Arlt von der Firma Rittersport betreut hier diejenigen, die ihre eigene Schokolade kreieren möchten.Marshmallows, Zuckerstreusel, Haselnüsse, Smarties und Gummibären stehen zur Auswahl, wenn die auf "exakt 29,9 Grad," so ArIt, erhitzte V ollmilchschokolade zusammengerührt wird.
Smarties sind die Renner bei dieser süßen Auswahl. Laura und Fatma wählen die bunten Schokolinsen, Mira mischt noch ein paar Marsmallows unter die Masse, ehe Kimberly "alles nimmt, was geht". Sie entscheidet sich für Smarties, Gummibärchen, Cornflakes und bunte Liebesperlen, ehe das Gemisch in eine quadratische Schoko-Form gegossen wird.
Dann heißt es warten. 20 Minuten lang muss die flüssige Schokolade im Kühlschrank erstarren. Doch die Wartezeit ist schnell überbrückt. "In der Zwischenzeit können sich die Jungen und Mädchen ihre ganz eigene Schokoladenverpackung basteln", erklärt Jens Arlt und teilt Blanko-Verpackungen aus.
Während die Pappen mit Filzstiften und bunten Motiven verziert werden, wird aus der flüssigen Schokomasse schnell steife Schokolade. Gegessen werden durfte die allerdings noch nicht. Zuerst mussten die fertigen Schokoladenquadrate aus den Formen gedrückt werden, die überstehenden Reste landeten dann doch in den Mägen der Schüler, ehe die fertige Gummibärchen-Schokolade eingeschweißt und in die selbst gebastelte Verpackung gesteckt wurde.
...

Schoko-Werkstatt
eigene Schokolade
Flüssige Leckerei: Marvin Pranjes (l.) sieht zu, wie er von Ronny Wichtrey die Schokolade in die Form gegossen bekommt.

Leckerbissen im Quadrat: Aylin Müller probiert ihre eigene Geschmacksrichtung, Vollmilch mit Gummibärchen.

zurück

 

Aus: NW vom 20.06.2007

Für Anforderungen der komplizierter werdenden Welt gerüstet

Abiturienten der Erich Kästner-Gesamtschule Bünde feierlich verabschiedet

Bünde/Kirchlengern. Es war ein vielseitiges Programm, durch das Anna Klockmann und Kevin Graening die Gäste führten. Wohlmeinende Grußworte, musikalische Beiträge, Poetisches und Worte des Dankes füllten die Entlassfeier der Jahrgangsstufe 13 der Erich KästnerGesamtschule Bünde.
Schulleiter Eberhard Baecker erinnerte in seiner Ansprache an die Anforderungen einer komplizierter werdenden Welt. „Ihr habt auf unserer Schule viel Fachliches gelernt. Neugier und Toleranz gegenüber dem Fremdartigen und Mut für neue Wege dürfen dazu kommen. Euer neues Selbstbewusstsein mit ,Ich kam, ich sah, ich siegte’ passt schon ganz gut dazu.“
Ein „Schmankerl“ kündigte Anna KIockmann an und meinte damit ein Video, das in anrührender Weise die Verbundenheit der Stufe mit ihrer Schule und ihren Lehrern dokumentierte. Die Schulband erhielt für ihre Beiträge viel Applaus. Neben englischen Titeln war es auch der russischsprachige Song „Pra Lubov" – Über die Liebe – , der gekonnt von den Sängerinnen der Gruppe vorgetragen wurde. Und Mark Krischker, Englisch-Leistungskurslehrer, erntete für seinen musikalischen Beitrag erwartungsgemäß Beifallsstürme.
Sven Boehmfeld, Vorsitzender der Schulpflegschaft, würdigte die Leistungen der Jahrgangsstufe 13 im ersten Zentralabitur. „Sie haben diese Hürde genommen und gute Ergebnisse erzielt."
Als Pierrot, die Figur aus der Commedia del' Arte, betrat nun Friedhelm Heckemeyer die Bühne und präsentierte nicht nur den clownesken, sondern auch den nachdenklichen, elegischen Typ und mahnte mit dem Kantschen Wort „Der Mensch hat sehr früh eine Empfindung von dem, was recht ist“ zu Gelassenheit und Zuversicht auf dem Weg, das Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Mit dem Motto des diesjährigen Abiturientenjahrgangs „veni, vidi, vici“ setzte sich Stufenleiterin Marion Steuwe auseinander. Und bescheinigte ihrer Jahrgangsstufe nach einem historischen Exkurs auch, dass jeder auf seine Weise gesiegt habe. „Und seid sicher, Dieser Sieg war nicht euer letzter Sieg. Es geht jetzt erst richtig los.“ Oberstufenleiter Bernd Fiedler und Marion Steuwe teilten abschließend die Abizeugnisse aus. Nicht nur ihnen, sondern allen Lehrerinnen und Lehrern sprach Anna Klockmann den Dank der Jahrgangsstufe aus. Der anschließende Abi-Ball fand in diesem Jahr in der Sporthalle in Kirchlengern-Quernheim statt und bildete für die Abiturienten und ihre Familien den fröhlichen Abschluss der dreizehnjährigen Schulzeit.

Die Namen der Abiturienten:

Alexander Bauder, Brenda Berning, Jaroslaw Blewonska, Sabrina Bretzke, Benjamin Broelhorst, Julian Broelhorst, Hauke Buermann, Kimberley Cheetham, Marianne Dyck, Tanja Färderer. Cari na Gläsker, Katharina Glufke, Kevin Graening, Sina Hülsmann, Kim Jörg, Lorena Klein, Anna Klockmann, Jewgenia Kroh, Robert Krömker, Alexander Lauchner, Justine Lexy, Nikolay Lobanov, Vladislav Löpp, Vanessa Marino, Henrike Niedringhaus, Maren Oepping, Viktor Petker, Christian Piofczyk, Patrick Prusick, Violetta Prusky, Julia Rürup, Jennifer Schmidt, Nina Schorege, Yves Schulze, Erika Tomm, Alina Wansidler, Arthur Wittlif, Leoni Charlott Wölker.
Abiturienten 2007
Festlicher Abschied: Der Abi-Jahrgang 2007 der Erich Kästner-Gesamtschule Bünde.
FOTO: PATRICK MENZEL
zurück

 

 

Aus: NW vom 19.06.2007

Leicht, aber bärenstark

Nico Tellbüscher gewinnt Sonderpreis beim Bootswettbewerb der Uni Duisburg

VON TOBIAS HEYER
(TEXT UND FOTO)

Bünde. Das Verhältnis könnte ungleicher nicht sein. Ein Kilogramm ist das Gewicht schwer, das Nico Tellbüscher in sein 26,9 Gramm leichtes Aluminiumboot setzt. Und doch kentert das Schiff nicht, sondern schwimmt im Glasbecken, das in der Erich Kästner-Gesamtschule steht.
Freestyle-Physics nennt sich der Wettbewerb, bei dem sich Nico Tellbüscher gemeinsam mit seiner Klassenkameradin Inke Adam beworben hat. „Unser Physiklehrer Christoph Siemon hat uns auf die Idee gebracht, bei dem Wettbewerb der Universität Duisburg mitzumachen“, erzählen die beiden Physiktalente.
Die Aufgabenstellung ist denkbar einfach. Ein Gewicht, genau ein Kilogramm schwer, muss mit einem Boot transportiert werden. Umso leichter dieses Schiff ist, das nur aus Alufolie bestehen darf, desto größer ist die Gewinnchance. „Ich habe viele Wochenenden probiert, habe mich dann für eine Flechtmethode entschieden“, sagt Inke Adam. Erst faltete sie aus der Alufolie aus dem Supermarkt fingerdicke Stäbe, die sie dann verwob. „Auf die Idee gekommen bin ich beim Frühstück. Da habe ich mir den Brotkorb angesehen und diese Form auch für mein Boot gewählt“, erklärt die Zwölfjährige.
Richtig stabil ist dieses Boot geworden, „das trägt bestimmt weit mehr als nur ein Kilo“, ist sich Christoph Siemon sicher. Doch leider bringt es selber 148 Gramm auf die Waage – und landete damit nicht auf dem Siegertreppchen des Wettbewerbs.
Einen Sonderpreis für „besondere technische Finessen“, so die Fachjury, erhielt dagegen Nico Tellbüscher bei der Siegerehrung. Der hatte sich als Vorbild echte Schiffsrippen genommen. „Die falte ich aus ganz dünnen Alufolienlagen, lege noch zwei Aluschichten an den Rippen entlang – fertig ist mein Aluschiff“, erklärt der Zwölfjährige. 26,9 Gramm bringt sein Boot so auf die Waage, allerdings immer noch doppelt so viel wie die Konkurrenz, die den ersten Preis gewann.
„Die haben richtig minimalistisch gearbeitet, haben jeden letzten Aluzipfel abgeschnitten, der noch entbehrlich war. Und die Oberfläche war so glatt, die sah aus wie gebügelt“, beobachtete Christoph Siemon bei der Vorstellung an der Universität in Duisburg.
Dort forschten und bastelten allerdings auch sehr viel ältere Schüler an dem Siegerboot, ist der Wettbewerb doch für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 ausgeschrieben. Über 100 Euro kann sich Nico jetzt als Preis für die technische Finesse freuen. Und wird sie gleich wieder im Bereich Physik anlegen. „Das kommt zu meinem Ersparten und dann gibt es einen neuen Computer“, hat sich der Sechstklässler vorgenommen.
Er baute auch die Bootsvariante aus, die sich Christoph Siemon mit einem Kollegen überlegte. „Wir dachten, dass kleine, dicke Alusegmente am stabilsten wären, die dann mit ganz dünnem Alu umschlossen würden“, so der Physiklehrer. Das Ergebnis war vernichtend. „Das Boot war überhaupt nicht stabil und ist sofort gesunken“, berichtet Nico schmunzelnd.

Physikwettbewerb 2007
Angestrahlt : Inke Adam leuchtet das boot von Nico Tellbüscher an, der das Ein-Kilo-Gewicht auf die Eigenkonstruktion setzt, die gerade 26,9 Gramm auf die Waage bringt.
zurück

 

 

Aus: BZ vom 19.06.2007

27 Gramm schwer und bärenstark

Schülerwettbewerb: Nico Tellbüscher und Inke Adam bauen Boote aus Alufolie

Bünde (BZ). Morgens werden die Butterbrote darin eingewickelt, abends landet sie gewöhnlich im Gelben Sack: die Alufolie. Aus wenigen Gramm des nützlichen Haushaltshelfers haben Nico Tellbüscher und Inke Adam ein kleines Boot gebaut, das selbst bei einem Kilogramm Zuladung längst nicht die Segel streicht.
Die Sechstklässler der Erich Kästner-Gesamtschule beteiligten sich an einem Schülerwettbewerb rund um die Physik, der unter dem Titel »freestyle physics« von der Universität Duisburg-Essen ausgetragen wurde.
220 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 nahmen allein in der Sparte »Schiffe versenken« teil, in dem zum Bauen eines Bootes nur Alufolie und Klebstoff verwendet werden durften. Zum Gewinnen musste jedes Boot dann noch einen Belastungstest bestehen und zudem möglichst wenig Eigengewicht auf die Waage bringen.
Nico Tellbüschers Boot kam mit 26,9 Gramm der glitzernden Folie aus und bestand den Ein-Kilo-Belastungstest mit Bravour. Für das Treppchen reichte es zwar nicht, doch wegen der technischen Finesse der Konstruktion heimste er den mit 100 Euro dotierten Sonderpreis ein.
Inke Adam hatte ebenfalls eine tragfähige und sehr stabile Konstruktion ausgetüftelt, doch hatte das Boot mit 148 Gramm zu viel Gewicht, um um die ersten Ränge zu konkurrieren. Auch wenn sie keinen der vorderen Plätze belegt hat, gilt für sie und ihren Mitschüler Nico: »Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!«
Versuch und Irrtum: Die Herausforderung, der sich beide stellten, erforderte Erfindergeist und Ideenreichtum. Nico Tellbüscher experimentierte beispielsweise zunächst mit einer Tupper-Dose, probierte verschiedene Schicht- und Stabilisierungsmethoden aus und näherte sich seinem 27-Gramm-Leichtgewicht immer weiter an.
»Ich habe mich nur ab und zu mal erkundigt, wie es läuft. Ansonsten lief es von allein«, lobte der betreuende Physiklehrer Christoph Siemon, der sich außerdem darüber freute, dass in den Siegerlisten des Wettbewerbs wieder einmal Gesamtschüler unter den ansonsten dominierenden Gymnasiasten auftauchten.
Zwar haben die beiden jungen Bootsbauer nicht unbedingt eine revolutionäre Recyclingsidee für ausgediente Alufolie geschaffen. Fest steht aber, dass Wettbewerbe dieser Art dringend nötig sind, was der begleitende Lehrer Christoph Siemon ausdrücklich unterstreicht: »In den Naturwissenschaften fehlt der Nachwuchs: Die neueste Technik möchte jeder nutzen, doch diese muss auch jemand konstruieren und bauen.«
In Nico Tellbüscher und Inke Adam hat Siemon auf alle Fälle zwei Talente entdeckt. Motivation von außen ist da fast unnötig, denn beide haben sogar schon ihr späteres Berufsziel fest vor Augen: die Naturwissenschaft, von Mitschülern gefürchtet, von ihnen jedoch geliebt.

Physikwettbewerb
Mit diesen beiden Booten gingen Inke Adam (l.) und Nico Tellbüscher (r.) am 12. Juni beim Physik-wettbewerb „freestyle physics“ ins Rennen. Nico sicherte sich mit seinem Beitrag sogar einen mit 100 Euro dotierten Sonderpreis für eine besonders raffinierte Konstrukion.
zurück

 

 

Aus: NW vom 19.06.2007

„Viel Erfolg, Freude und Glück für Euer Leben“

134 Schüler des 10. Jahrgangs der Erich Kästner-Gesamtschule verabschiedet

VON KARL TITTEL
(TEXT UND FOTO)

Bünde-Ennigloh. Mit besonderen musikalischen Beiträgen, Ehrungen verdienter Schülerinnen und Schüler, einer Videoshow und wohlgemeinten Grußworten verabschiedete die Erich Kästner-Gesamtschule am Freitag 134 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs.
Mit Freude gab Abteilungsleiter Michael Hafner die Abschlussergebnisse bekannt: 55 Schülerinnen und Schüler erreichten den Hauptschulabschluss nach Klasse 10, 77 den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife), und davon wiederum erlangten 40 Absolventen die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. „Ich wünsche euch Kraft und die Klugheit, die eigenen Lebensziele zeitig genug zu finden“, gab der stellvertretende Schulleiter Friedhelm Heckemeyer den Absolventen mit auf den Weg. Diese bekamen neben ihren Zeugnissen als besondere Zugabe eine Rose und ein Exemplar der unter der Regie von Peter Gärner gestalteten Abschlusszeitung.

Die Namen der Absolventen:

Klasse 10d: Sarah Bisdorf-Schneider, Carsten Block, Maik Brylewicz, Mustafa Büyünlü, Benjamin Cooper, Edita Cukovic, Tina Grams, Yvonne Krause, Gökhan Kusucuran, Jakob Neb, Judith Ogiesoba, Utku Özsahin, Matthias Rosanka, Daniel Sander, Bora Sayildi, Daniel Schneider, Larissa Täte, Regina Wetsch, Christian Wiesner.

Klasse 10e
: Raziye Aldemir, Ajanigan Amirthalingam, Stefan Boleso, Margarita Funk, Elena Häbel, André Keller, Hakan Köker, Boris Langemann, Maximilian Lee-Pörtner, Christina Leikom, Regina Maier, Johannes Martens, Anna Meringer, Tutku Özsahin, Tobias Quasinowski, Tanja Reich, Joel Schöneberg, Alexander Sundermann, Torben Tiemann, Sabrina Vieth, Alexander Ziemba.

Klasse 10f
: Svenja Bölzig, Melanie Brandstäter, Elena Braun, Marcel Brinkmann, Cagla Dogrul, Edgar Graf, Maurice Gulatz, Julia Hempelmann, Henrik Höner, Jenny Kespohl, Nina Lindewirth, Maxim Noak, Matthias Oberbremer, Mathias Obracaj, Christoph Ortmann, Ann-Christine Payne, Pia Prochnow, Marco Recker, Manuel Restemeier, Kevin Rühl, Sabrina Schwentker, Denise Trundle, Swetlana Wolf.

Klasse 10g
: Tatjana Boldt, Marc Brennemann, Rabea Gülhan, Annika Hambürger, Fabian Helsberg, Sabine Hoss, Sven Jaster, Serdar Kalkan, Marcel Kempf, Manuela Martens, Sabrina Möllering, Juri Morasch, Benjamin Müller, Philip Obracaj, Hilal Palit, Katharina Rot, Alexander Saam, Jan-Philipp Schön, Sebastian Schürstedt, Wafa Taha, Hilal Ülker, Patrick Westerhold.

Klasse 10h
: Thomas Bredenkötter, Nadine Büttemeyer, Karola Euler, Lena Marie Flöring, Andreas Graf, Stefanie Gritzan, Timo Hofmann, Irina Kauz, Serkan Köker, Christian Lasrich, Daniel Leuschner, Dennis Maas, Daniel Oxenfart, Kilian Pfeil, Sasisegaran Ramathas, Jan-Philipp Reinhardt, Fabian Rocklage, Ümit Sarbak, Nils Schmidt, Gökhan Yilmaz.

Klasse 10i
: Melissa Bauer, Franziska Beermann, Nadja Bisewski, Jane Braun, Fynn Bussmann, Sven Diekmann, Sabine Grospitz, Hanife Haruni, Asli Ibrahim, Kristina Jonke, Wiktoria Izabela Kostka, Matthias Kowalewsky, Lydia Lanert, Mareike Liebig, Christina Naffin, Katharina Nietmann, Marius Ortmanns, Sarah Schäpsmeier, Anna Scharf, Irina Schmidt, Regina Seidel, Sebastian Tenta, Alice Kathrin Tiemann, Gülcan Tigci, Betül Türk, Ines Vögeding, Sebastian Vollmer, Alex Walender und Andreas Wawilow.

Abschluss2007
Festlich gekleidet: Die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs der Bünder Gesamtschule bei der Entlassfeier.
zurück

 

 

Aus: BZ vom 19.06.2007

»Viel Erfolg, Freude und auch Glück«

Feierliche Schulentlassung an der Erich Kästner-Gesamtschule in Bünde - Rückblick als Videoshow

Bünde (BZ). Mit besonderen musikalischen Beiträgen, Ehrungen verdienter Schülerinnen und Schüler, einer Videoshow und wohlgemeinten Grußworten verabschiedete die Bünder Gesamtschule 134 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs.
Mit Freude gab Abteilungsleiter Michael Hafner die Abschlussergebnisse bekannt: 55 Schülerinnen und Schüler erreichten den Hauptschulabschluss nach Klasse 10, 77 den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife), und davon wiederum erlangten 40 Absolventen die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.
Mit einem Wort von Jean Anouilh verabschiedete Bürgermeisterin Anett Kleine-Döpke-Güse die Schülerinnen und Schüler: »Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.« Auch Friedhelm Heckemeyer nahm in seiner Abschlussrede den Gedanken einer eigenständigen und klugen Lebensgestaltung auf und ermutigte »seine« Schülerinnen und Schüler, zunehmend Entscheidungen verantwortungsvoll für sich selbst zu treffen. »Ich wünsche euch Kraft und die Klugheit, die eigenen Lebensziele zeitig genug zu finden«, so Heckemeyer.
Für den Rückblick auf die gemeinsame sechsjährige Schulzeit sorgte Mathias Obracaj mit einer Videoshow, die mit großem Beifall belohnt wurde. Auch die zahlreichen musikalischen Darbietungen des Musikkurses der Stufe 10 unter der Leitung von Frank Wiemann mit den gelungenen Gesangsbeiträgen wurden reichlich mit Beifall bedacht.
Die zum Abschluss von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern überreichten Zeugnisse dokumentieren gewiss den erfolgreichen Abschluss der Schulzeit, eine besondere Würdigung des sozialen Engagements nahm der Vertreter der Volksbanken, Clausing, vor, als er »den Award für soziales Engagement« an Wiktoria Kostka überreichte. Die Streitschlichter des Jahrgangs wurden von Klassenlehrer Jörg Binder für ihren zweijährigen Einsatz durch eine Urkunde gewürdigt.
Eine Gruppe von Schülerinnen überbrachte den Dank ihres Jahrgangs an die Menschen, die sie in den vergangenen Jahren begleitet und unterstützt hatten. Neben Eltern und Lehrer fanden die Schülerinnen aber auch Worte des Dankes für die Hausmeister, das Reinigungspersonal und das Cafeteria-Team.
Ulf Dreier als stellvertretender Vorsitzender der Schulpflegschaft wünschte den Eltern der Absolventen weiterhin die Kraft, ihre Kinder mit allen Mitteln zu unterstützen und zu helfen, und rief den Schülerinnen und Schülern zu: »Haltet euch an die Devise: Nie anfangen aufzugeben und nie aufgeben anzufangen.«
Zu den Höhepunkten des Abends gehörten zweifellos die solistischen Beiträge von Johannes Hegel, Klassenlehrer der 10g, und Michael Hafners »What a wonderful world«. Das vollbesetzte Forum tobte vor Begeisterung, die Zugabe-Rufe waren gewiss nicht zu überhören.
Und zum Abschluss bewirkte der LehrerInnenchor mit dem Titel »Closer To Heaven« gewiss einen weiteren Höhepunkt des Abends, bevor die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer die Zeugnisse überreichten.
Als besondere Zugabe verließ jeder Absolvent die Bühne des Forums mit einer Rose und der unter der Regie von Peter Gärner gestalteten Abschlusszeitung.

Abschluss 2007

Erhielten jetzt ihre Abschlusszeugnisse: 134 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs der Kästner-Gesamtschule. 55 von ihnen erreichten den Hauptschulabschluss nach Klasse 10, 77 den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife), und davon wiederum erlangten 40 Absolventen die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.Foto: Hilko Raske
zurück

 

 

Aus: BZ vom 16.06.2007

Leben selbst in die Hand nehmen

Entlassfeier der Abiturienten an der Erich Kästner-Gesamtschule

Bünde (BZ). Durch ein vielseitiges Programm führten Anna Klockmann und Kevin Graening die Gäste bei der Entlassfeier der Abiturienten der Erich Kästner-Gesamtschule.
„Sie müssen Ihren Rucksack selber tragen“, rief Kirchlengerns Bürgermeister Rüdiger Meier den Abiturienten zu. „Und der ist gut gefüllt mit einer Menge Wissen, das Sie alle für Ihr weiteres Leben brauchen.“ Schulleiter Eberhard Baecker rief die Schulabgänger dazu auf, mit Mut neue Wege zu gehen. Die Schulband sorgte mit einigen Beiträgen während der Abschlussfeier für Applaus.
Schulpflegschaftsvorsitzender Sven Boehmfeld sagte: „Sie haben das erste Zentralabitur geschafft und gute Ergebnisse erzielt.“ Als Pierrot betrat Friedhelm Heckemeyer die Bühne und rief allen Zuversicht zu auf dem Weg, das Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Ihr Abitur haben bestanden:

Alexander Bauder, Brenda Berning, Jaroslaw Blewonska, Sabrina Bretzke, Benjamin Broelhorst, Julian Broelhorst, Hauke Buermann, Kimberley Cheetham, Marianne Dyck, Tanja Färderer, Carina Gläsker, Katharina Glufke, Kevin Graening, Sina Hülsmann, Kim Jörg, Lorena Klein, Anna Klockmann, Jewgenia Kroh, Robert Krömker, Alexander Lauchner, Justine Lexy, Nikolay Lobanov, Vladislav Löpp, Vanessa Marino, Henrike Niedringhaus, Maren Oepping, Viktor Petker, Christian Piofczyk, Patrick Prusick, Violetta Prusky, Julia Rürup, Jennifer Schmidt, Nina Schorege, Yves Schulze, Erika Tomm, Alina Wansidler, Arthur Wittlif, Leoni Charlott Wölker.

Abiturienten 2007
Die Abiturienten der Erich-Kästner-Gesamtschule. In einer Feierstunde im Forum der Schule mit viel Musik, interpretiert von der Schulband, wünschten ihnen mehrere Redner am Abend alles Gute für den weiteren Lebensweg. Foto: Gerhard Gläsker
zurück

 

 

Aus: BZ vom 14.06.2007

Die Töpfe werden größer

Verein stimmt zu: Gesamtschule verköstigt alle Schüler

Von Kai Hasenbein (Text und Foto)

Bünde (BZ). Die Mensaküche der Erich Kästner-Gesamtschule in Bünde benötigt schon bald größere Töpfe. Der für den Betrieb zuständige Mensa- und Cafeteriaverein legte jetzt in seiner Vorstandssitzung fest: Neue Gäste des Schulzentrums sind ab dem kommenden Schuljahr herzlich willkommen.
Vor einigen Wochen war die Stadt Bünde als Schulträgerin an den Verein herangetreten, ob das Mittagsangebot der Gesamtschulmensa nicht auch auf Gymnasium und Realschule ausgeweitet werden könnte (die BÜNDER ZEITUNG berichtete). Mit der Zustimmung des Vorstands sind die Weichen hierfür nun gestellt.
»Wir werden den Mittagsgästen unserer Nachbarschulen im Schulzentrum Nord ein gutes Angebot machen«, versprach der Geschäftsführer des Mensa- und Cafeteriavereins, Karl-Heinz Kütemeier. Die Kinder und Jugendlichen erwarte hier kein Fließbandprinzip, sondern eine familiäre Atmosphäre, in der ein Nachschlag ebenso selbstverständlich ist wie Geduld bei der Wahl des Essens, ergänzte Küchenleiterin Petra Möller.
Nachdem die Weichen gestellt sind und der Verein künftig die Mittagsverpflegung des gesamten Schulzentrums regeln wird, wünschen sich Vertreter des Vereins und der Gesamtschule allerdings eine verstärkte Kommunikation: »Wir sind gerne bereit, den Eltern der Realschüler und Gymnasiasten unser System zu erläutern. Allerdings brauchen wir dafür auch Ansprechpartner«, wirbt Vorsitzender Kütemeier dafür, ins Gespräch zu kommen. Insbesondere fehle es an Zahlen, wie viele Kinder und Jugendliche für das Mittagessen in Frage kommen. Aus Kreisen der Gesamtschule war außerdem zu erfahren, dass die Verantwortlichen darauf hoffen, dass es im Zuge der Neuvergabe der gymnasialen Cafeteria zu keiner Konkurrenz kommt.
Dr. Claudia Langer, Schulleiterin des Gymnasiums, sieht die Lücken in der Kommunikation so nicht: »Das Projekt der gemeinsamen Verpflegung ist gut vorbereitet. Eigentlich ist hier alles geklärt. «Ob die Cafeteria des Gymnasiums, deren Betrieb derzeit neu geregelt wird, allerdings demnächst von einer Bäckerei betrieben wird und es so möglicherweise zu der seitens der Gesamtschule befürchteten Konkurrenzsituation kommen könnte, wollte die Schulleiterin nicht kommentieren.

Mensa
Burcu Gürsoy und ihren Klassenkameraden der Erich Kästner-Gesamtschule schmeckt's in der Mensa richtig gut. Bald werden hier alle Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums mittags beköstigt.
zurück

 

 

Aus: NW vom 22.05.2007

Ein fast perfekter Mord

Literaturkurs inszeniert den Durbridge-Klassiker „Plötzlich und unerwartet“

VON PATRICK MENZEL
Bünde. Spannung pur, gepaart mit einer gehörigen Portion britischem Humor erwartete das Publikum im Forum Ennigloh. Mit seiner Inszenierung des Durbridge-Klassikers „Plötzlich und unerwartet“ hat der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 der Erich Kästner-Gesamtschule einen echten Volltreffer gelandet.
Mit viel Heiterkeit und noch mehr Selbstironie erzählt das Stück die Geschichte eines fast perfekten Mordes, was den Hobbydarstellern ihr gesamtes schauspielerisches Können abverlangte. Maggie Howard wird hinterhältig ermordet. Unter Mordverdacht steht ihr Ex-Freund, Sam Blaine, während der treue und liebevolle Ehemann, Glenn, und ihre Schwester Helen Tenby um sie trauern. Akribische Detektivarbeit ist bei der Aufklärung dieses Verbrechens gefragt – das Verwirrspiel ist perfekt und das Publikum begeistert. Nach der anfänglichen Nervosität saß der Text sicher, und die Charaktere wurden wunderbar in Szene gesetzt. Besonders die Hauptdarsteller Gamze Poliz und Tobias Sett als Maggie und Glenn Howard überzeugten mit ihrem Spiel. Die Rolle der Maggie Howard, die etwas exzentrische, psychisch kranke Tochter reicher Eltern, die mit ihrer burschikosen Art gern den Ton angibt, spielte Gamze Polit sehr gekonnt. Von Beginn an zog sie das Publikum in ihren Bann, wobei die Empfindungen ihr gegenüber stark auseinander gingen. Sollte man sie lieben oder hassen oder einfach nur Mitleid mit ihr haben?
Tobias Sett konnte in seiner Rolle als Glenn Howard glänzen. Der gut aussehende Enddreißiger pflegt seine Geschäftsbeziehungen gern in noblen Hotels, legt viel Wert auf sein Äußeres – und das nicht nur für seine Frau. Doch nicht nur das Spiel selbst beeindruckte, auch die Kostüme zeugten von Kreativität. Beim ersten Auftritt von Sett gab es, nach einem kurzen Überraschungsmoment, sogar Zwischenapplaus für die gelungene Verwandlung vom Schüler in den Mann von Welt. Die Bünder Gesamtschüler haben mit dieser Inszenierung von „Plötzlich und unerwartet“ solide Bühnenarbeit geleistet und in jedem Falle einen großen Erfolg verbucht. Das zumindest lässt sich aus der Begeisterung der zahlreichen Zuschauer im Forum Ennigloh schließen.

Literaturkurs 12
Plötzlich und unerwartet : Im Wohnzimmer der Londoner Wohnung von Maggie und Glenn Howard spielt das Stück „Plötzlich und unerwartet“. Glenn Howard (Tobias Sett) seine Frau Maggie (Gamze Polit) und deren Schwester Helen Tenby (Nadja Schmidt). FOTO:MENZEL
zurück

 

 

Aus: BZ vom 27.04.2007

Girl's Day zum Boy's Day umfunktioniert

Gesamtschüler Sebastian versucht sich als Erzieher

Von Alexander Kröger

Bünde (BZ). Für Sebastian Boehmfeld ist der Job als Erzieher kein Traumberuf. »Viel zu anstrengend«, hat der Gesamtschüler nach einem »Schnuppertag« für sich entschieden. Trotzdem fand er den Besuch im evangelischen Kindergarten Hüffen interessant.
Einmal in die Berufswelt reinschnuppern, aber ganz anders als üblich: Beim Aktionstag »Girl's Day/Boy's Day« erobern die Mädchen die Männerwelt und die Jungen suchen sich einen »typischen« Frauenberuf aus.
An dem Aktionstag beteiligte sich auch die Bünder Erich-Kästner-Gesamtschule. Genau wie drei seiner Mitschüler aus der Klasse 8f entschied sich Sebastian Boehmfeld für einen Schnuppertag als »Mitarbeiter« im Kindergarten.
»Das macht Spaß, aber ist sehr stressig«, berichtet er. Morgens um 8 Uhr ging es los. Da war noch alles sehr leise in den Gruppenräumen. Nacheinander trudelten die Kinder ein und der Geräuschpegel stieg. Zunächst standen gemeinsame Spiele wie Memory auf der Tagesordnung.
Die Kinder waren von ihrem Gast sofort begeistert: Sie hingen häufig an seinem Rockzipfel, pardon, an seiner Hose. »Sebastian hat sich gut eingelebt«, bestätigt Gudrun Steffmann. »Die Kinder finden es toll, dass ein männliches Wesen in der Gruppe ist«, ergänzt augenzwinkernd die Erzieherin.
Der Spaß mit dem jungen Mann ging bei dem schönen Wetter im Garten weiter. Dabei reichten ihm seine zwei Hände eigentlich nicht aus. »Die einen wollen mit mir klettern, die andern laufen, im Sand buddeln oder Ball spielen, und zwar alle gleichzeitig«, schmunzelt Sebastian.
Noch während er spricht, schaufelt ihm »liebevoll« ein kleiner Junge Sand auf die Schuhe. Das war ein unmissverständliches Zeichen: Genug geredet, die Kinder wollten mit ihrem Gast an der Sandburg weiterbauen.

zurück

 

 

Aus: NW vom 19.01.2007

Sollen wir noch studieren?

Uni Bielefeld und Finanzverwaltung zu Gast in Bünder Gesamtschule

Bünde. „Wie geht das heute, studieren, Studiengebühren aufbringen und für seinen Lebensunterhalt sorgen?“ „Im Ausland studieren, kann man sich das überhaupt leisten?“ Mit diesen Fragen befassten sich kürzlich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 der Erich Kästner-Gesamtschule in Bünde.
„Viele Schülerinnen und Schüler schrecken zunehmend die hohen Kosten eines Studiums ab“, stellt Dr. Ina Kahl-Lüdtke, zuständig für Studien- und Berufsorientierung, fest, „wobei die Einführung von Studiengebühren an den meisten Universitäten die Situation noch verschärft“. Informationen aus erster Hand brachte da Sylvia Fox von der Zentralen Studienberatung der Universität Bielefeld mit.
Zunächst stellte Fox die neuen Studienabschlüsse „Bachelor“ und „Master“ vor und bestätigte, dass auch die Universität Bielefeld pro Semester 500 Euro Studiengebühren verlange. Nach wie vor bestehe die Möglichkeit, sein Studium über das Bafög zu finanzieren. Sylvia Fox nannte den Höchstfördersatz von 585 Euro und ging anschließend auf weitere Finanzierungsmöglichkeiten für das Studium ein. So wird die NRW-Bank Studienkredite vergeben, die nach Studienabschluss einkommensabhängig zurückgezahlt werden müssen. Daneben gibt es Stiftungen, auch von namhaften Unternehmen, die Studienkredite vergeben. Es lohne sich in jedem Falle, so Sylvia Fox, hier aktiv zu werden und Stiftungen aufzusuchen.
Und was tun, wenn man Auslandsluft schnuppern möchte? Das jedenfalls schwebt auch Arthur Barz, ebenfalls Schüler der Stufe 12, vor. Hierzu gab May-Brit Lackner vom akademischen Auslandsamt der Universität Bielefeld Auskunft. Zunächst sind interessierte Studierende gut aufgehoben, wenn sie sich grundlegende Informationen bei dem akademischen Auslandsamt ihrer Uni als erster Anlaufstelle holen.
Dort wird man bei der Planung und Organisation seines Auslandsaufenthaltes beraten. Heute gibt es eine ständig wachsende Anzahl an europäischen Studiengängen mit der Möglichkeit, ein Doppeldiplom zu erwerben. Die Universitäten unterhalten, so May-Brit Lackner, Beziehungen zu Partnerhochschulen im Ausland mit bestimmten Programmen.
Aber ein Studium im Ausland muss auch finanziert werden. Hier stellte May-Brit Lackner die Möglichkeiten vom Auslands-Bafög über DAAD-Stipendien, der Förderung über EU-Programme bis zu den beliebten Sokrates- und Erasmus-Programmen vor.
Eine ganz andere Variante, nämlich „Studieren und Verdienen“ stellten Stephanie Huge und Marcel Tratzki vor. Die beiden Finanzfachleute vom Finanzamt Bünde informierten über die dreijährige duale Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt (FH) mit Studium an der Fachhochschule für Finanzen in Nordkirchen. Mit dem sogenannten „Studieren und Verdienen“, so Stephanie Huge, schaffen sich die angehenden Steuerprofis optimale Voraussetzungen für vielfältige Tätigkeiten im Innen- und Außendienst der Finanzverwaltung.
„Ich möchte unseren Schülerinnen und Schülern frühzeitig Perspektiven aufzeigen“, so Dr. Ina Kahl-Lüdtke, „und das ist uns heute mit Hilfe unserer Gäste bestens gelungen“.

zurück

 

 

Aus: NW vom 18.01.2007

Grips macht mobil

Aktion des Jugendrotkreuzes klärt in der Gesamtschule Bünde über Sucht auf

VON ANDREA ROLFES
Bünde. Das „Laufende A“ ist eine ziemlich wackelige Angelegenheit. Louisa Rostig bewahrt aber meisterhaft ihr Gleichgewicht. Zu verdanken hat sie das ihren Mitschülerinnen. Die sorgen mit straff gezogenen Seilen dafür, dass Louisa nicht auf die Nase fällt. Sozialpädagogin Susanne Möllering ist zufrieden. Die erste Aufgabe der Jugendrotkreuz-Aktion „Gesund mit Grips“ ist bestanden. 14 weitere Herausforderungen werden noch folgen.
Das Body- und Grips-Mobil ist ein Projekt zur Gesundheitsförderung mit und für Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren. Gestern war der westfälisch-lippische Landesverband des Jugendrotkreuz zu Gast in der Gesamtschule Bünde. Anlass waren die Projekttage zur Suchtvorbeugung, die jedes Jahr in der Woche vor den Zeugnissen veranstaltet werden.
Bei Stationen wie „Der Drahtseilakt“ oder „Der Minifitnesstest“ sollten die Schüler mit ihrem Bewegungsspielraum experimentieren. Keine einfache Aufgaben, wenn die Augen verbunden sind und ein schwerer Rucksack auf den Schultern lastet. Wäre die wackelige, rund zehn Meter hohe Brücke, die mit einem auf dem Boden klebenden Krepp-Band simuliert wurde, echt gewesen, gäbe es heute an der Gesamtschule rund 50 Schüler weniger.
„Beim Tagesmenü“ durften sich die Jugendlichen als Ernährungsberater ausprobieren. Die Aufgabe: einen möglichst gesunden Speiseplan für den Tag organisieren. Für Fahrican Culha und Daniel Walender kein Problem. Es gibt Pizza, Schokopudding, Chips und Pommes. „Das sollte den Hunger stoppen“, sagt Fahrican. Die Kalorien- und Fettwerte verschweigt er vorsichtshalber.
Wie gesund und fit bin ich? Und wie gefährlich sind eigentlich Drogen? Um diese Fragen drehen sich die 14 Stationen des Grips-Mobils. Mit einem Aktionsparcours sollen Kinder und Jugendliche animiert werden, sich spielerisch mit dem eigenen Körper und Gesundheitsverhalten zu beschäftigen.
Neben Geschick und Teamarbeit ist bei den Teilnehmenden auch reales Wissen gefragt. Eine Fragebogen-Aktion komplettiert das Angebot. Sie verdeutlicht die Selbsteinschätzung im Hinblick auf das eigene Verhalten und die Neugier auf berauschende Mittel.
Louisa Rostig und ihre Freundinnen sind mittlerweile bei der Station „Der zweite Blick“ angekommen. Hier können sie ihre Menschenkenntnis testen. „Das macht am meisten Spaß“, finden sie. Kein Wunder, denn hier darf gelästert werden – und das ohne schlechtes Gewissen.

Balanceakt
Balanceakt : Dennis Brinkmann (v.l.), Fahrican Culha, Daniel Nagel, Patrick Wolf und Marcel Lömker von der Klasse 8h probieren ihre Geschicklichkeit am „Laufenden A“ aus. Das erfordert Teamwork, denn die Seile halten das Holzgestell aufrecht.
Aktionsplakat
Fördert die Gesundheit : Sven Kampeter, Jugendrotkreuzleiter, schaut auf das Aktions-Plakat.
FOTOS: TOBIAS HEYER
zurück

 

 

Aus: BZ vom 18.01.2007

Schüler »erleben« Gesundheit

»Body+Grips-Mobil« machte an der Erich-Kästner-Gesamtschule Station

Von Julia Mausch
Bünde (BZ). Susanne Möllering, Sozialpädagogin an der Erich-Kästner-Gesamtschule in Bünde, ist vom »Body+Grips-Mobil« des Deutschen Jugendrotkreuz' begeistert: »Eine klasse Erfindung. Spannender und abwechslungsreicher kann Gesundheit kaum vermittelt werden. So macht Lernen Spaß.«
 

Jugendliche überraschen und neugierig auf das Thema Gesundheit machen - das setzen sich die Initiatoren des »Body+Grips-Mobils« - Aktion Mensch, Barmer als regionale Krankenkasse und das Jugendrotkreuz -zum Ziel. Mit Erfolg. Die etwa 60 Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Gesamtschule waren mit großem Eifer bei der Sache. »Die Aktion fand zum ersten Mal in Bünde statt und die Jugendlichen waren begeistert«, zieht Sven Kampeter, Leiter des Jugendrotkreuz in Bünde, zufrieden Bilanz.
Die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrganges sammelten an 15 Stationen über Themen wie Bewegung, Ernährung sowie Sexualität und Sucht Erfahrungen. In spielerischer Form konnten sie sich über die Themen informieren, spannende Neuigkeiten wahrnehmen und kleine Experimente wagen.
So gab es Spiele mit verschiedenen Fragen, Antworten und Aufgaben. Die Jungen und Mädchen mussten Fragen beantworteten, die sich rund um das Thema »Pubertät« drehten.
»Die Spiele machen Spaß. Das ist viel spannender als normaler Unterricht«, sagt die 16-jährige Tiffany Stiller. Aber nicht nur Geschick, Kreativität und Teamarbeit waren gefragt, sondern auch reales Wissen. Wer es nicht hatte, konnte dies alles erwerben. So konnten sie durch eine Fragebogen-Aktion ihre Gesundheit selber einschätzen und herausfinden, was sie tun müssten, sollte das Ergebnis negativ ausfallen.
Seit mehr als zehn Jahren fährt das »Body+Grips-Mobil« schon durch Westfalen-Lippe, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und das Saarland. »Im vergangenen Jahr wurde das BGM neu konzipiert. »Nach zehn Jahren waren viele Spiele veraltet und wir haben vieles erneuert«, sagt Alexandra Gesing vom Jugendrotkreuz.
»Es ist uns eine große Freude, wenn wir Schülerinnen und Schüler beim Erwachsenwerden helfen können«, meint Sven Kampeter. Schulen, Jugendrotkreuz sowie Jugendzentren und alle Einrichtungen mit Jugendlichen, die ebenfalls einen Projekttag veranstalten wollen, können sich bei Sven Kampeter unter Telefon 0172/9518950 oder beim Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes unter der Rufnummer 0251/9 73 93 22 melden.

Body und Grips Mobil
Rund um das Thema „Pubertät“ dreht sich auch bei diesem Spiel. Angela Barzei und Tiffany Stiller (von links) beantworten Fragen über Themen wie Liebe, Jungs und Freunde.
richtige Ernährung

Nadja Bisewski (15) weiß, wie Schüler sich richtig ernähren.
FOTOS: Julia Mausch

zurück

 

Aus: NW vom 16.01.2007

Mit viel Engagement von der Masse absetzen

Personalchefin des Tabakunternehmens Arnold Andre gibt Schülern Anregungen zur erfolgreichen Bewerbung

VON TOBIAS HEYER
(TEXT UND FOTO)

Bünde. Standardsätze mag Anja Depping nicht. Da will sie lieber lesen, was die Jugendlichen so bewegt, was sie auszeichnet. „Bei mir als Personalchefin von Arnold Andre bewerben sich auf eine Ausbildungsstelle 150 Jugendliche – da muss man sich absetzen“, rät sie am Montagmorgen den Schülern der Erich Kästner-Gesamtschule.
„Was ich so genau werden will, weiß ich noch nicht“, erzählt ein Schüler der Klasse 10f. Und sorgt damit auf der Stirn von Anja Depping für Sorgenfalten. „Bei der Bewerbung muss der konkrete Berufswunsch schon erkennbar sein“, weiß die Personalchefin. Wenn da jemand nicht mal weiß, was er genau werden möchte, sinken die Chancen eingestellt zu werden schnell gen Null.
Initiatorin des Unterrichtsbesuchs ist Anna Längert. Die ist Referendarin an der Gesamtschule, hat sich mit dem Thema der richtigen Bewerbung schon in ihrem Studium befasst und die Verbindung zu der traditionsreichen Tabakfabrik Arnold Andre hergestellt.
So begleitete sie am Montagmorgen Anja Depping durch die zehnten Klassen, hörte sich gemeinsam mit den Jugendlichen an, wie man sich von der Masse absetzt. „Ich erkenne manchmal schon anhand des Bewerbungsschreibens, auf welche Schule der Jugendliche geht“, erklärt Anja Depping, was sie eigentlich nicht lesen möchte. „Das sind die Standardsätze, zu viele vorgeformte Strukturen, die gelehrt werden und doch zu wenig aussagen“, so die Personalleitern. Die will viel lieber lesen, was der Bewerber in seiner Freizeit macht, „ob er vielleicht Trainer einer Fußballmannschaft ist“, will erkennen, ob er sich engagiert, woran sein Herz hängt.
Und natürlich durfte auch die Frage nach dem richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch nicht fehlen. „Anzug und Krawatte muss es nicht sein“, sagt Anja Depping, „aber angemessene Kleidung dann doch“. Am 2. Februar werden die informierten Schüler im Stadtgarten bei der Ausbildungsplatzbörse gut gerüstet auf Stellensuche gehen.

Berufswahl
zurück